wangerland-birding
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Besonderheiten

unter den Zugvögeln meint Arten, die relativ regelmäßig in

NW-Deutschland erscheinen und überwiegend

im Wangerland festgestellt werden konnten.

Ihre Brutgebiete liegen teilweise außerhalb Deutschlands.

Alle brauchen nicht gemeldet zu werden.

Foto/(C) V.K. Prueter: Mornellregenpfeifer im PK

MORNELLREGENPFEIFER / Eurasian Dotterel   

(Charadrius morinellus)

Glück gehabt dank Micha A. Neumann und seiner birding-tours-Gruppe, dass ich einen Mornell zu sehen bekam und Fotos schießen konnte (27.05.2018, Helgoland-Oberland).

Die Art gehört zur Familie der Regenpfeifer, die Hauptbrutgebiete liegen in den Tundren Eurasiens am und nördlich des Polarkreises, im Bergland Nordskandinaviens und Schottlands oberhalb der Baumgrenze auf niedrig und spärlich bewachsenen, oft steinübersäten Flächen. In Mitteleuropa gibt es sehr kleine lokale Vorkommen in den Alpen. Die Überwinterung erfolgt hauptsächlich in Nordafrika. Auf dem Zug dorthin rasten die Mornells nur an wenigen traditionellen Stellen, die über Jahrzehnte hinweg immer wieder aufgesucht werden. Oft sind es abgeerntete Felder, auf denen die kleinen Trupps wegen ihrer Gefiederfärbung schwierig zu entdecken sind.

Eine Hauptzugroute verläuft über das östliche Niedersachsen in Richtung Südwest. An der Küste treten nur vereinzelt 1-2 Individuen auf.     L 20,5-24 cm

Kategorie 0 / -

Der Vogel war von einem Mitarbeiter der Inselstation der Vogelwarte Helgoland ge-fangen und beringt worden. Bei der Freilas-sung am Fangort nahmen alle Anwesenden an, der Mornell würde sofort abfliegen. Er blieb aber, ließ sich ordentlich ablichten, scheute auch die Leute auf dem Hauptweg nicht. Eine Person wäre ohne Warnung fast auf ihn getreten. Hier bewahrheitete sich die fehlende Scheu vor dem Menschen, die  die Tierfilmer von "Tiere vor der Kamera" in Folge 42 "Die Saga von dem Vogel in der Hand" den TV-Zuschauern zeigten.

Am 08.09.16 wurde ein Mornellregenpfeifer K1 für den Langwarder Groden (Butjadingen) gemeldet. In dem angegebenen Gebiet konnten zunächst nur einige Kiebitze und Große Brachvögel gesichtet werden. Ein Vogelkopf - über  einen Grasbulten ragend - konnte auf die Entfernung von gut 300 m nicht eindeutig einem Jungkiebitz zugeordnet werden. Ihn länger im Blick behaltend kam der Vogel hinter dem Gras hervor und lief auf typische regenpfeiferweise ein kurzes Stück, um dann zu verharren. Der Mornell war gefunden. Als die Entdeckerin N. Janinhoff dazukam, bestätigte sie die Beobachtung und stellte netterweise ein Foto vom Vortag zur Verfügung.

KAISERGANS / Emperor Goose

-Anser canagicus-

Brut im Yukon-Distrikt/Alaska (Hauptteil der Population), kleinerer Anteil im Nordosten Sibiriens; unterscheidet sich von anderen Gänsearten durch ihre enge Bindung an die Meeresküste, wo sie brütet und sowohl im Sommer als auch im Winter Nahrung sucht. Die Vögel kehren erst in der zweiten Maihälfte – am Eismeer erst im Juni – an ihre Brutplätze zurück. Die Paare benötigen ein großes Brutrevier. Damit unterscheiden sie sich von einer Reihe anderer arktischer Gänse, die in Kolonien brüten. Das Brutrevier wird insbesondere vom Ganter heftig verteidigt. Die Brutplätze werden in der Regel gegen Ende September und mitunter sogar erst im Oktober wieder verlassen. Die Nahrung besteht zumindest für die Küstenpopulation überwiegend aus Weichtieren, Krustentieren, Ringelwürmern und andere Kleinlebewesen. Pflanzliche Nahrung spielt eine sehr geringe Rolle. Der Bestand beträgt 150.000 bis 200.000 Individuen.

Foto: V.K.Prueter, 05.02.2018, Wittmund;         Gefangenschaftsflüchtling

KURZSCHNABELGANS / Pink-footed Goose   (Anser brachyrhynchos)

Brut in arktischer Tundra und an Berghängen auf Island, Grönland und Spitzbergen am Boden, manchmal auf Felsen; überwintert in NW-Europa; wichtigste Erkennungs-merkmale sind die rosa Schnabelbinde und rosa farbene Beine (s.o.), die in höherem Gras nur beim Laufen erkennbar werden. Adulte besitzen zudem ein hell-blaugraues Rückengefieder.    L 64-76 cm, S 137-161 cm;   Foto: V.K.Prueter, 28.08.2014, Hor

Diese Ksg (2014) dürfte ein K2-Exemplar sein, da erst die Ansätze des blaugrauen Gefieders am Rücken sichtbar sind.

2009 rasteten noch 60% aller Kurz-schnabelgänse in Friesland (NL), 2015 weniger als 5%. In Dänemark, früher ein Zwischenrastplatz, ist der Rastbestand stark gestiegen.

In einem Trupp von 49 Ksg konnte ein mit Halsband markiertes Exemplar entdeckt werden: L67. Nach der Dateneingabe auf der entsprechenden Seite wurde die Vita der Gans dargestellt: 24.03.2009 in DK beringt konnte ihr Zugverhalten bis zum 01.04.2014 gut verfolgt werden. (17.02.2011, Hor) 

Kurzschnabelgans L67 - Vita
Auflistung der Beobachtungen von Kurzschnabelgans L67
Ksg Farbring.pdf
PDF-Dokument [17.9 KB]
Foto(3)/(C) V.K.Prueter / Samtente M K1

SAMTENTE / Velvet Scoter      (Melanitta fusca)

Für die Inseln mögen Samtenten nichts Besonderes sein, doch für die Festlandsküste schon. Da die Art nur selten im Wangerländer Bereich zu entdecken ist, hier ein Erpel vor der Kugelbake.

nordischer Brutvogel - Skandinavien, Russ-land - an Küsten mit Salz- oder Brackwasser, auch an großen Waldseen, in Bergland und Tundra, Überwinterung hauptsächlich auf Nord- und Ostsee    (29.12.2017, Cuxhaven)

K1-Individuen mit hellem Bauch und bräun-lichem Gefieder, adulte Ex. schwarz; weiße Armschwingen in allen Kleidern, weißer Fleck unter dem Auge wird bei adulten M noch kleiner         L 51-58 cm, S 79-97 cm

(29.12.2017, Cux)

 

Meerstrandläufer

W  MEERSTRANDLÄUFER / Purple Sandpiper   (Calidris maritima)

Auf den Ostfriesischen Inseln tauchen im Herbst/Winter regelmäßig einige Individuen dieser Schnepfenvogelart auf (Quelle: www.ornitho.de).

Als Bewohner von Felsküsten und felsiger Tundra sind sie meist auf den Buhnen zu beobachten, an der Festlandsküste hingegen eher selten. Meerstrandläufer sind wenig scheu. Gelborange Beine und Schnabelbasis sind klare Merkmale. 

Die Art brütet am Boden im äußersten Norden Eurasiens und Nordamerikas. Auf dem Zug halten sie sich bevorzugt an Felsküsten auf.

L 19-22 cm (Amsel 23,5-29 cm), S 37-42 cm         (08.12.2015, Cuxhaven)

Trauerente M / Foto: V.K.Prueter

TRAUERENTE / Common Scoter   (Melanitta nigra ssp. nigra)

Diesen Erpel im Prachtkleid habe ich am 24.04.2015 im Hafen von Horumersiel entdeckt. Die Art gehört zur Gattung der Meerenten und gilt als ein regelmäßiger Gast bei uns. Die Besonderheit hier ist die Nähe zum Land, denn normalerweise halten sich Trauerenten in großen Trupps auf dem offenen Meer auf. Dort ernähren sie sich meist tauchend von Mies-muscheln, Krebs- und Weichtieren. Im Süßwasser jagen sie auch Insekten und kleine Fische.

Trauerenten bewohnen die nördlichen Regionen Europas, Asiens und Nordamerikas (dort Melanitta nigra americana = Pazifische Trauerente). Die Brutgebiete der Atlantischen Trauerente (Melanitta nigra nigra) liegen im Norden der Britischen Inseln, auf Island, in Skandinavien, im nördlichen Russland und im Westen Sibiriens.          L 44-54 cm, S 70-84 cm

Trauerente W

(06.11.2017, Hoo Außenhafen)

 

 

 

 

Foto/(C) V.K.Prueter

Foto/(C) Fredi Dubach (CH): Skua 14.10.2017 Jadefahrwasser querab Schillig

SKUA / Great Skua   (Stercorarius skua)

Diese zu den Raubmöwen gehörende Art konnte auf einem Schiffstörn in Festlandsnähe entdeckt werden, was selten der Fall ist. Von den Inseln aus kann man beim sea watching fast jährlich die Art über dem Meer beobachten.

Brut auf Felsinseln und Küsten von Norwegen, Island und den nordschotti-schen Inseln, meist in lockeren Kolonien; Überwinterung im Nord- u. Süd-atlantik; Nahrung meist Fisch, der von der Wasseroberfläche oder hinter Schiffen aufgelesen oder anderen Vögeln abgejagt wird.

Während der Brutzeit werden auch Kleinsäuger, Eier, Jungvögel als Futter erbeutet.   L 50-58 cm, S 125-140 cm

Foto/(C) Fredi Dubach (CH) Skua 14.10.2017
Sterntaucher SK 08.10.2017 Wangermeer

W  STERNTAUCHER / Red-throated Loon    (Gavia stellata)

Diese Seetaucherart tritt regelmäßig im Herbst/Winter in der offenen Nordsee auf, selten aber so nah. Der Vogel (Foto u.) trug das SK mit dem ersten Zeichen des Wechsels zum PK in Form des sich rötlich färbenden Vorderhalses.

Sterntaucher brüten auf kleinen fischfreien Tümpeln in der Tundra u. in Taigamooren, also im nördlichen Eurasien. Zur Nahrungssuche fliegen sie auf größere Seen oder das Meer.            L 55-67 cm  (+ ca. 7 cm Füße)

Sterntaucher SK zu PK 04.12.2015 Hoo Außenhafen
Neuntöter M

Neuntöter / Red-backed Shrike   (Lanius collurio)

Brut in weiten Teilen Europas - ohne GB, ISL, Mittel- u. Nordskandinavien - in offener Kulturlandschaft, oft auf Heiden und Weiden mit Hecken u. Dorngebüsch, Überwinterung im tropischen Afrika;      L 16-18 cm

Kategorie - / 3

Fotos/(C) V.K.Prueter / Neuntöter W (02.06.2017)

Das M brachte 1x Nistmaterial mit. Eine Brut scheint noch nicht zu erfolgen, da beide Partner in den 2,5 Std. Beobachtungsdauer oft gemeinsam nach Nahrung suchten.

Vogel des Jahres 1985

TÜPFELSUMPFHUHN / Spotted Crake    (Prozana porzana)

Am 20.08.2016 konnte an der "Lagune" bei Schillig ein Individuum entdeckt werden. Beim 3. fotografischen Ansitz gelangen annehmbare Bilder.

Zur Ordnung der Kranichvögel gehören die Familie der Kraniche und die Familie der Rallen. Zur letzteren gehört die Gattung der Sumpfhühner, wozu diese Art zu rechnen ist.

nur selten so frei zu beobachten

Das Tüpfelsumpfhuhn brütet in Mittel- und Osteuropa, regional in Spanien, Italien und Griechenland, in Seggenflächen und überschwemmten Wiesen. Es ist schwer zu beobachten, denn mit ungefähr Drosselgröße schleicht es durch niedrigste Vegetation. Die Überwinterungsgebiete liegen in Afrika und Indien.         L 19-22,5 cm  

(05.09.2016, Schillig)               Kategorie 3 / 2

Foto/(C) V.K.Prueter / Sumpfvegetation ist ihm am liebsten

Grasmücken

In Europa, Nordafrika und Vorderasien leben 19 Arten, von denen aber nur vier als regelmäßige Brutvögel im westlichen Mitteleuropa gelten:

Dorngrasmücke (Sylvia communis)

Gartengrasmücke (Sylvia borin)

Klappergrasmücke (Sylvia curruca)

Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla)

 

Sperbergrasmücke / Barred Warbler   -Sylvia nisoria-

Brut im östlichen Mitteleuropa, Südost- u. Osteuropa in hohem Gebüsch mit einzelnen Bäumen in offenem Gelände, Überwinterung im tropischen Afrika, Langstreckenzieher der Ostroute (Naher Osten);      L 15,5 - 17 cm         Kategorie 3 / 1    

auf Mellum wurde die Art im Herbst schon einige Male beobachtet

Foto/(C) Lubos Mraz

Sperbergrasmücke / Barred Warbler

-Sylvia nisoria-

Brut im östlichen Mitteleuropa, Südost- u. Osteuropa in hohem Gebüsch mit einzelnen Bäumen in offenem Gelände, Überwinterung im tropischen Afrika, Langstreckenzieher der Ostroute (Naher Osten);      L 15,5 - 17 cm

Kategorie 3 / 1     auf Mellum wurde die Art im Herbst schon einige Male beobachtet

http://www.naturfoto-cz.de/

http://www.naturfoto-cz.de/fullsize/mraz/sperbergrasmucke

gemischter Ringelganstrupp aus ssp. hrota und bernicla

RINGELGANS, hellbäuchig   -Branta bernicla hrota-

relativ regelmäßig an der Nordseeküste auftauchende Unterart der Ringelgans, deren Hauptüberwinterungsgebiet aber auf den Britischen Inseln und in Dänemark liegt;  auf dem Foto sind Individuen der Ssp. hrota mit einem >h< markiert.       weitere Ringelgans-Infos hier

Foto/(C) V.K.Prueter/ Seidenschwanz (18.01.2017)

SEIDENSCHWANZ / Bohemian Waxwing    (Bombycilla garrulus)

28.10.2012 ein Trupp von 12 Seidenschwänzen in Hohenkirchen

Diese Art konnte ich erstmalig in natura sehen und Fotos machen. Februar 2015, Ende 2016 sowie Januar 2017 konnten sie auch festgestellt werden.

Die Singvogelart besiedelt den gesamten Nadelwaldgürtel (Taiga) von Nordskan-dinavien über Sibirien (Russland) bis zur Hudson Bay (Kanada). Nördliche Verbreitungsgrenze: Übergang von der Taiga zur Waldtundra. 

In manchen Wintern, so 2016,  kommen größere Trupps bis nach Westeuropa, die sich von verschiedenen Beerenarten, auch Äpfeln und Birnen, ernähren.

In ihrer Brutheimat leben sie von Insekten und füttern ihre Jungen mit einem Gemisch aus Insekten und Beeren.        L 18-21 cm

Foto: Micha A. Neumann

Waldlaubsänger / Wood Warbler

-Phylloscopus sibilatrix-

Brut in Mittel-, West-, Osteuropa sowie südliches Skandinavien in Buchenwald mit Unterwuchs junger Bäume, Eichenwald, auch Misch-wälder, Überwinterung im tropischen Afrika           L 11-12,5 cm    (05.05.2016)    Kategorie - / 3 erstmalig gefangen u. beringt

Altvogel (li.), Jungvogel K1

Kranich / Common Crane

(Grus grus)

Brut in N- u. O-Europa, zunehmend auch Mitteleuropa in Waldmooren, Sumpfgebieten und Bruchwäldern, Überwinterung im Mittelmeerraum;     L 96-119 cm (Körper 55-65 cm),

S 180-222 cm (27.10.2015, Bahrenborstel)  gelegentlicher Gast

                                                   NABU Vogel des Jahres 1978

Girlitz M / European Serin

(Serinus serinus)

Brut in Mittel-, West- u. Südeuropa an Wald-rändern, in Baumgruppen, Parks, Gärten, auf Friedhöfen, meist mit einigen Nadelbäumen, in denen genistet wird, Überwinterung in Südwesteuropa;      L 11-12 cm  

(19.04.2013, Garten)      Kategorie V / V           gelegentlicher Gast

Foto/(C) Andreas Michalik

Waldbaumläufer / Eurasian Treecreeper   (Certhia familiaris)

Brut in Mittel-, O-, SO-Europa, süd-liches Skandinavien, Britische Inseln meist in Wäldern - nomen est omen - mit dichterem Nadelholzanteil; meist Jahresvogel, östliche Populationen ziehen in manchen Jahren;

 L 12,5-14 cm     gelegentlicher Gast

Bienenfresser / Foto: V.K.Prueter

BIENENFRESSER / European Bee-eater   (Merops apiaster)

Diese südeuropäische Art ist unverwechselbar und in den letzten ca. 15 Jahren immer weiter in den Norden Mitteleuropas vorgedrungen. Erste Besiedelungen erfolgten am Kaiserstuhl (BW). Heute gibt es Kolonien in Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Auch in Niedersachsen bis an die Küste hat es kurzfristige, kleinere Brutkolonien gegeben, oft mit Nachwuchs. Diese Ausbreitung hängt evt. mit der Klimaerwärmung zusammen.  Die Überwinterung erfolgt im südlichen Afrika.

Bienenfresser brüten in offenen, warmen Gegenden. Sie graben Erdröhren in sandige Steilböschungen und ernähren sich von fliegenden Insekten, auch stechenden Hautflüglern. Das Männchen überreicht der Partnerin als Brautgeschenk gefangene Beute.

L 25-29 cm (incl. Schwanzspieße 0-3 cm), S 36-40 cm

(02.08.2015, Land Oldenburg)     Kategorie - / R

GELBBRAUEN-LAUBSÄNGER / Yellow-brewed Warbler

(Phylloscopus inornatus-

Dies ist eine der kleinsten Laubsängerarten. Die Körperoberseite ist gedeckt grüngrau, die Unterseite schmutzig weiß. Auffällig sind zum einen die doppelte Flügelbinde, die durch die hellen Spitzen der großen und mittleren Armdecken gebildet wird; zum anderen der hellgelbe Überaugenstreif und darunter ein dunkler Augenstreif.

Gelbbrauen-Laubsänger brüten in der Taiga Asiens, vom Osten des Urals bis nach China. Ihr eigentliches Überwinterungsgebiet liegt im Südosten Asiens. Doch kommen immer wieder einzelne Exemplare in Europa an die Küsten von Nord- und Ostsee, vor allem im September/Oktober und dies mit zunehmender Tendenz.   L 9-10,5 cm        (04.10.2015, Horumersiel)

Wachtel / Common Quail

-Coturnix coturnix-

Brut in West-, Mittel-, Ost- u. Südeuropa in offener Agrarlandschaft, bevorzugt Getreide-felder u. Brachen, Überwinterung in Afrika; im nördlichen Verbreitungsgebiet sehr selten geworden;  L 16-18 cm

STELZENLÄUFER / Black-winged Stilt   (Himantopus himantopus)

Brut der südeuropäischen Art an Ostfrieslands Küste leider ohne Erfolg!

Ordnung: Regenpfeiferartige, Familie: Säbelschnäbler, Gattung: Stelzenläufer

Stelzenläufer sind Limikolen (Watvögel), die in Flachwasserzonen mit Süß-, Brack- oder Salzwasser leben. Ihre eigentlichen Brutareale sind der Mittelmeerraum, doch stoßen sie vermehrt zur Brutzeit in den Norden Mitteleuropas vor. Es gibt Brutpopulationen in Nordfrankreich und an der westlichen Donau. Die Überwinterung erfolgt in Afrika. Wegen ihrer langen roten Beine sind sie unverwechselbar.

L 33-36 cm (davon 6 cm Schnabel, ohne 14-17 cm Beinprojektion)

Am 05.05.2012 und 24.04.2014 konnte ich die Art am Wangermeer fest-stellen, die mit zunehmender Tendenz in D auftaucht. Musste in 2012 noch eine Beobachtungsmeldung abgegeben werden, ist dies seit 2014 nicht mehr der Fall.

Zwergschnepfe / Foto: Andreas Michalik

ZWERGSCHNEPFE / Jack Snipe   (Lymnocryptus minimus)

In der Ordnung Regenpfeiferartige gibt es u. a. die Familie der Schnepfen-vögel, zu der diese kleinste Schnepfenart gehört. Exemplare wurden schon einige Male bei Horumersiel beobachtet. Am 09.10.2016 ging ein Exemplar den Beringern eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang ins Netz. Wegen ihrer heimlichen Lebensweise wird die Art oft übersehen. Erst wenn man fast auf ihn tritt, fliegt der Vogel auf.

Die Art brütet spärlich in Sümpfen u. Mooren der Taiga (Nordskandinavien, Russland), die Überwinterung findet u. a. im Großraum der westeuropä-ischen Küsten statt. Individuen halten sich gern an Tümpeln, Graben-rändern und in nassen Wiesen auf.    

L 18-20 cm (davon 4 cm Schnabel), S 33-36 cm

Zwergschnäpper / Foto: Andreas Michalik

ZWERGSCHNÄPPER / Red-breasted Flycatcher   (Ficedula carva)

Am 24.09.2016 ging den Beringern erstmalig diese Art in ein Netz.

Ordnung: Sperlingsvögel, U-Ordnung: Singvögel, Familie:  Fliegen-schnäpper, U-Familie Schmätzer, Gattung Höhlenschnäpper.

Sie besiedelt hauptsächlich Osteuropa bis zum Ural. Kleine Populationen finden sich im zentralen und nördlichen Mitteleuropa sowie in Südost-europa. Brut bevorzugt in Laubwäldern mit reichlich Unterwuchs, aber auch Mischwäldern; Überwinterung in Westasien;      L 11-12 cm

Rothalsgans / Foto: V.K.Prueter

ROTHALSGANS / Red-breasted Goose    (Branta ruficollis)

Entdeckt am 08.03.2015 zwischen einigen 100 Weißwangengänsen an der Innengrodenpütte Friedrichsgroden (zwischen Harle- u Neuharlingersiel):

Jung- und Altvogel (re.).

Die Art gehört zur Gattung der Meergänse (Branta) und ist ein Zugvogel, der zwischen den Brutgebieten in der russischen Tundra, besonders dem westlichen Sibirien, und den Überwinterungsgebieten nördlich und westlich des Schwarzen Meeres pendelt.

Bodenbrüter in kleinen Kolonien, oft zusammen mit Greifvögeln als Schutz vor Eisfüchsen. Einzelne Tiere tauchen in Trupps anderer Gänse in Mitteleuropa auf. Die Rothalsgans (Bestand ca. 40.000 Individuen) gilt als gefährdete Vogelart. Illegale Jagd und Lebensraumzerstörung sind dafür verantwortlich.        L 54-60 cm, S 110-125 cm

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Aktualisiert am:

21.08.2018

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