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Neues zum Naturschutz/Umweltschutz

Wolf noch immer am Leben    (NWZ 2019-04-23, S. 1)

Auszug aus Bericht

Das niedersächsische Umweltministerium bestätigte, dass der Ende Januar zum Abschuss frei gegegebene Wolfsrüde, Kennung GW717m, noch lebt. Die Suche nach dem Tier gestalte sich in dem ca. 200 Quadratkilometer großen Territorium (Lk Nienburg, Region Hannover und Heidekreis) des Rodewalder Rudels schwieriger als gedacht. Ob eine erneute Abschuss-genehmigung über den 30. April hinaus erteilt wird, wurde vom Ministerium nicht mitgeteilt.

Tierleid durch falsch verstandene Tierliebe
Aus Unkenntnis und falsch verstandener Tierliebe leiden Tiere zum Teil stark.
NABU NIEDERSACHSEN PM falsche Tierliebe.[...]
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NWZ 2019-04-01 Rückgang der Insektenfresser

Weniger Angriffe der Wölfe auf Nutztiere (NWZ 2019-03-30, S.5)

Auszug aus dem Artikel

Deutlicher Rückgang der Zahl der nachgewiesenen Nutztierrisse durch Wölfe von 2017 (428) zu 2018 (327); dabei wurden in 302 Fällen Schafe und wenige Ziegen, 15 Rinder, ein Pferd und neun Stück Gatterwild Beute der Wölfe, so der Niedersächsische Land-volkverband. Der Schafbestand in Niedersachsen in 2018 betrug 233.685 Tiere, wovon 0,13% von Wölfen gerissen wurden. "Je nach Rasse und Jahr haben wir jährliche Lämmerverluste von jeweils fünf bis zehn Prozent infolge von Schwergeburten, Totgeburten, lebensschwachen Lämmern usw.", so der Referent für Tier-zucht und Tierhaltung beim Niedersächsischen Landvolk.

Wegen der Angriffe auf Nutztiere fordern das Landvolk und einzelne Tierhalterverbände den Abschuss von auffälligen Wölfen und auch ganzer Wolfsrudel sowie die Einrichtung sogenannter "wolfsfreier Zonen".

Glyphosat-Studien sind öffentlich zugänglich

Bislang unter Verschluss gehaltene Studien zu dem umstrittenen Pflanzengift müssen einem Urteil zufolge veröffentlicht werden. Mit der Entscheidung gab das Gericht der EU am Donnerstag in Luxemburg zwei Klagen gegen die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) statt. Die Öffentlichkeit besitzt demnach ein berech-tigtes Interesse daran zu erfahren, wie Mensch und Umwelt durch Glyphosat geschädigt werden könnten (AZ: T-716/14 und T-329/17).

Zu Dokumenten aus diesem Prozess über Glyphosat - einer der gängigsten Wirkstoffe von Pestiziden in Europa - hatte die EFSA den Zugang abgewiesen.

Quelle: Nordwest Zeitung 2019-03-08, S. 23

Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass es in diesem Herbst/Winter keine Meldungen - soweit mir bekannt - zur "Vogelgrippe" (Geflügelpest) gegeben hat? Dabei sind die "bösen" Verursacher, die Zug-vögel, doch seit Monaten hier, machen sich z. T. schon wieder auf den Heimweg. Fazit: Die Seuche wurde/wird vom Menschen eingeschleppt, nicht von den Zugvögeln! Das FLI hat nur einseitig geforscht.

Der "böse" Wolf

Die Frist zur "Entnahme" des Leitrüden des Rodewalder Wolfsrudels wurde bis zum 31.03. um 23:59 Uhr verlängert. Der letztinstanzliche Beschluss des OVG, dass es keine Alternative zur Tötung des Tieres gebe, hat weiter Gültigkeit.

Das niedersächsische Umweltministerium spricht aber offiziell nicht mehr von Abschuss, sondern von Tötung. Dies könnte ein Indiz sein, dass der Rüde zunächst betäubt und erst dann per Spritze getötet wird, wenn die Identität sicher geklärt ist.

Quelle: Nordwest Zeitung 2019-03-01, S. 6

Eine sichere Identifizierung des o.g. Rüden kann nur über einen DNS-Abgleich (gene-tisch) erfolgen.  Die Aussage von Umweltminister Lies "Der Wolf hat optische und altersspezifische Merkmale, mit denen wir ihn identifizieren können." (NWZ 2019-03-08, S. 6) bietet keine gesicherte Identifizierung.

Nach meinem Kenntnisstand dauert der genetische Abgleich aber sehr viel länger als eine Betäubung wirkt. Also wird er in einem Käfig aufwachen müssen. Ist er es nicht, muss erneut eine Betäubung erfolgen, um das Tier frei zu lassen. Das Freilassen wird nach meiner Einschätzung nicht geschehen, denn was für ein Aufschrei der Viehhalter und der Anti-Wolf-Bevölkerung wird die Folge sein.

Oder hat schon mal jemand einen Politiker erlebt, der nicht unbedingt an der Macht bleiben möchte und daher stets auf Wählerstimmen schielt? Ist doch auffällig, dass der Technokrat O. Lies, seit er Umweltminister ist, einen Bart trägt. Tragen alle sich pro Natur Einsetzenden einen Bart?

Tote Trottellummen

"Der Schock der Containerhavarie war noch nicht verdaut, da wurde die Wattenmeer-Gemeinschaft mit der nächsten Sorge konfrontiert: Hunderte tote Trottellummen wurden an die Insel-Strände gespült. Wie schon beim Containermüll, waren vor allem die Westfriesischen Inseln und, in geringerem Ausmaß, die westlichen der Ostfrie-sischen Inseln besonders stark betroffen. Das örtliche und zeitliche Zusammentreffen beider Ereignisse bewirkte, dass in der Öffentlichkeit einschließlich der Medien rasch ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Containermüll und Vogelsterben vermutet wurde. Bei der Obduktion einer zweistelligen Zahl toter Lummen durch nieder-ländische und deutsche Tiermediziner wurden allerdings bei keinem Tier Plastikteile im Verdauungstrakt gefunden und auch keine Spuren der Gefahrstoffe, die in einigen der havarierten Container transportiert wurden. Vielmehr zeigten die Lummen deutliche Anzeichen eines Hungertodes. Sie waren stark abgemagert, teilweise hatten sie schon angefangen, sich innerlich selbst zu verdauen, und starben letztlich an einem Herz-infarkt, der in der Regel am Ende eines Verhungerns den Tod bewirkt. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, müssten also Daten zur Nahrungsverfügbarkeit (hier: Heringe und Sprotten) oder zu den Wetterbedingungen herangezogen werden.

Als Hochseevögel müssen Lummen im Winter besonders harten Lebensbedingungen trotzen. Das gilt auch für andere auf dem offenen Meer lebende Vögel wie Dreizehenmöwe oder Eissturmvogel. Naturgemäß schaffen es nicht alle, den harten Bedingungen im Winter zu trotzen, deshalb werden im Winter regelmäßig Kadaver dieser Arten an die Inselstrände gespült. Durch ein Missverständnis hat sich die Zahl von 20.000 Lummen-Totfunden an der niederländischen Küste in einigen Online-Medien festgesetzt. Diese Zahl war jedoch eine reine Schätzung bzw. Hochrechnung der Anzahl betroffener Vögel anhand der tatsächlichen Fundzahl. Auf den Ost-friesischen Inseln wurden vom Jahresbeginn bis Mitte Februar 2019 ca. 130 tote Lummen gefunden. Im Vergleich mit langjährigen Monitoring-Daten des NLWKN seit 1995 lässt sich feststellen, dass es auch bei uns zu einer erhöhten Totfundrate kam. Allerdings wurden in diesem Zeitraum einige Jahre mit einer ähnlichen Anzahl von Totfund en verzeichnet (100-200 Funde), das Maximum wurde 1999 (ca. 440) und 2005 (ca. 400) beobachtet. In den übrigen Jahren liegen die Zahlen zwischen 2 bis unter 100 Totfunden."

Autorin: Imke Zwoch, NLPV

Quelle: [NDS Watt Neues] März 2019

OVG: Abschuss des Wolfs ist rechtens

Quelle: Nordwest Zeitung 2019-02-23 S. 5

Gnadenfrist für Wolf verlängert

Am Dienstag (19.02.) wurde Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungs-gerichts (VG) beim OVG eingelegt. Bis Freitag (22., 14 Uhr) wird der zum Abschuss frei gegebene Rodewalder Rüde nicht geschossen. Dies hat das NLWKN dem OVG zugesichert. Das OVG strebt eine zügige Entscheidung über die Beschwerde an.

Quelle: Nordwest Zeitung 2019-02-22, S. 6

 

 

Wolfs-Abschuss genehmigt

Die Justiz, das VG in OL, hat den Leitrüden des Rodewalder Rudels zum Abschuss freigegeben. "Das NLWKN hat überzeugend dargelegt, dass die strengen Voraus-setzungen für eine rechtmäßige Abschussgenehmigung vorliegen." (Zitat) Dem Leitrüden des Rudels im Landkreis Nienburg konnten nach Angaben des Ministeriums (für Umweltschutz, d. Verf.) mehr als 40 Risse von Nutztieren genetisch nachgewiesen werden, darunter bis zu drei Ponys, ein Alpaka und bis zu zehn Rinder.

Quelle: Nordwest Zeitung 2019-02-16  S.1

Ein Abschuss ist unter diesen Umständen wohl gerechtfertigt. Den Wahrheitsgehalt wird das VG geprüft haben.

Mir stellen sich zumindest zwei Fragen:

1. Wird der frei gegebene Wolf zweifelsfrei erkannt? Er trägt keinen Sender; seine amtliche Bezeichnung "GW717m" und auch sein Spitzname "Roddy" sind nicht ablesbar.

2. Wer wird den finalen Schuss abgeben, ein Jäger oder ein Sniper der Polizei?

 

Über das Aufspüren des Tieres/Rudels mache ich mir keine Gedanken. Der Standort ist sicher bekannt. Man möge sich an den Bär Bruno in Bayern erinnern. Über zwei Wochen laufen Finnen mit ihren Bärenhunden durch die Berge und keine Spur. Dann wird der Bär am Tag X zum Abschuss frei gegeben und am Tag Y geschossen. Die Bayern haben genau gewusst, wo der Bär steckt. Die Finnen sollten ihn doch gar nicht finden, denn dann wäre er ja nur betäubt worden, wäre am Leben geblieben. Er sollte aber geschossen werden und ein Bär in Bayern muss doch von einem Bayern geschossen werden!

Massensterben von Trottellummen entlang der niederländischen Küste

Bereits seit mehreren Wochen fallen entlang der niederländischen Nordseeküste ungewöhnlich viele tot angespülte Trottellummen auf. Eine tote Trottellumme pro Kilometer Strandabschnitt pro Tag – das liegt weit über den zu dieser Jahreszeit üblichen Totfunden. Mittlerweile wurden rund 20.000 tote Trottellummen gefunden, zahlreiche geschwächte Individuen werden in Auffangstationen gepflegt. Die Gründe für das Massensterben sind bislang unklar.
Die Vögel weisen keine äußerliche Verschmutzung auf, zeigen aber deutliche Zeichen schwerer Entkräftung und Darmschäden. Ein Zusammenhang mit der Havarie des Containerschiffs "MSC Zoe" Anfang Januar, bei der vor der niederländischen Küste mehr als 300 teils mit Gefahrgut beladene Container über Bord gingen, konnte bislang nicht belegt werden. Erste Untersuchungen ergaben, dass sich in den Mägen der Vögel zumindest keine Plastikteile befanden. Eine genauere Analyse steht allerdings noch aus.
Stürmische Bedingungen können im Winter die Nahrungssuche der Vögel erschweren. In diesem Fall wäre es jedoch schwer erklärbar, wieso das Massensterben nur in den Niederlanden so deutlich ausfällt. Zwar wurden entlang der deutschen Nordseeküste ebenfalls mehr tote Trottellummen als üblich gefunden, jedoch nicht annähernd in einer solchen Dimension wie in den Niederlanden.

Um das Ausmaß entlang der deutschen Küste besser nachvollziehen zu können, sollten aktuelle Totfunde von Trottellummen in ornitho.de gemeldet und als Detailangabe unter „Präzisierung der Beobachtung“ mit „Totfund / Rupfung“ markiert werden.

Quelle:  https://www.dda-web.de/   (abgerufen am 10.02.2019)

Nordwest Zeitung 2019-02-09

Land Niedersachsen ist Schlusslicht in Sachen Umwelt

Gegen Deutschland wurde von der EU-Kommission im Vertragsverletzungsverfahren zum Gebietsschutz eine Rüge ausgesprochen. Besonders Niedersachsen steht im Mittelpunkt, denn das Land stellt bundesweit weiterhin das Schlusslicht beim Natur-schutz dar.

Der NABU Niedersachsen weist seit Jahren auf die Missstände hin, die mit der zöger-lichen Umsetzung von NATURA 2000 verbunden sind. Spätestens 2014 hätte das Land die Flora-Fauna-Habitat-Gebiete (FFH) in nationales Recht umsetzen müssen. Die EU-Kommission hatte das Vertragsverletzungsverfahren 2015 eingeleitet, weil Deutsch-land viele seiner Schutzgebiete nicht unter Schutz gestellt hatte. In 2015 fehlte laut Kommission die Unterschutzstellung von 2784 der 4606 Gebiete, heute sollen 787 unzureichend gesichert sein.

Quelle: Nordwest-Zeitung, 25.01.2019, S. 5

In Niedersachsen ist die schleppende Umsetzung von Natura 2000 auf das Zögern der vergangenen Landesregierungen zurückzuführen. Immerhin besteht die Vogelschutz-richtlinie seit 1979 und die FFH-Richtlinie seit 1992 - genügend Zeit also, um sie umzusetzen.

https://niedersachsen.nabu.de/natur-und-landschaft/schutzgebiete/natura-2000/25126.html

Boykott sinnvoll?

Der Kauf japanischer Produkte könnte vermieden werden. Allerdings müsste dies schon +/- global geschehen, um vielleicht eine Wirkung zu erreichen. Hier sind weltweit agierende Umweltorganisationen gefragt.

 

NWZ-Artikel vom 27.12.2018

Amselsterben

In der Region zwischen Hannover und Bremen beobachten Experten ein massenhaftes Sterben an Amseln, ausgelöst durch das tropische Usutu-Virus, das durch Mücken-stiche übertragen wird. Mehr als 20 Verdachtsfälle gibt es auch aus dem Oldenburger Land. Hier wurden auch tote Vögel anderer Arten gefunden. Massenhaftes Sterben wurde in 2011 zuerst im warmen Oberrheingebiet festgestellt. Seither breitet sich das Virus im Spätsommer immer weiter nach Norden aus, evt. durch den Klimawandel bedingt.

Tropenmediziner des Bernhard-Nocht-Institutes Hamburg rufen zur Meldung kranker / toter Vögel auf der Internetseite des NABU auf. Erst nach vorheriger telefonischer Rücksprache (040-428 18-959) sollen tote Exemplare an das Institut gesendet werden.

Es wird geraten, kranke/tote Vögel mit Handschuhen anzufassen, denn das Virus kann auf den Menschen übertragen werden. Bislang sind Erkrankungen nicht bekannt.

www.nabu.de/usutu-melden

Quelle: Nordwest Zeitung vom 25.08.2018, S. 1

Im Herbst/Winter '17/'18 zu viel Wasser von oben,

seit Anfang Mai viel zu wenig!

Die lange dauernde Trockenheit bereitete nicht nur den Pflanzen - das sind auch Lebewesen -, sondern auch  Landwirtschaft / Gartenbesitzern Schwierigkeiten.

Die bislang im Wangerland gefallene Regenmenge ist  nicht genug, um den vor-herigen Mangel zu kompensieren. Dies gilt für fast ganz Norddeutschland. 

Einigen Vogelarten wie Amsel, Star und anderen auf Regenwurm und Co. angewiesenen Arten bereitet die Dürre Ernährungsprobleme. Auch für in Feucht-gebieten nach Nahrung Suchende (einige Limikolenarten) wird es enger. Frisches Gras für äsende Arten (Gänse) ist in gewissem Grade nachgewachsen, wird aber schon geschnitten, um dem Futtermangel entgegen zu wirken. Leider kommt es auch in Biogas-Anlagen. Wir in der Marsch mit den schweren Kleiböden sind noch besser dran als in der Geest Lebende mit sandigen Böden.

Ein Vorgeschmack auf klimatische Veränderungen?

Klimaforscher namhafter Institute sagen JA!

Kommt dann im Herbst/Winter '18 erneut der große Regen? Das bleibt abzuwarten.

Meine Meinung:

Das Mittelmeerklima lässt grüßen (heiße trockene Sommer, milde feuchte Winter) !

Bayer-Monsanto ist auf Bienenjagd - mit Flupyradifuron!

Gerade erst hat die EU drei Neonikotinoide verboten, weil sie Hummeln, Bienen und Schmetterlinge töten. Jetzt legt der Chemiegigant einfach mit der nächsten Pestizidmischung nach – wieder ist sie tödlich für Bienen. Sie wirkt besonders perfide. Man behandelt das Saatkorn, und das Nervengift wirkt in allen Teilen der Pflanze: Stängel, Blätter und Blüte werden giftig.[1]

Im Frühjahr protestierten Hunderttausende gegen giftige Neonikotinoide. Mit Erfolg – Agrarministerin Julia Klöckner und Umweltministerin Svenja Schulze stimmten im EU-Rat für ein Verbot. Das reichte für die Mehrheit. „Was der Biene schadet, muss vom Markt“, sagte Klöckner im Interview.[2] Jetzt müssen Klöckner und Schulze dazu stehen – und auch die Zulassung der neuen Giftmischungen verhindern. 

Bayer-Monsanto hat es eilig: Schon im August könnten die ersten Pestizidmischungen mit Flupyradifuron auf den Markt kommen. Klöckner und Schulze müssen das verhindern – und dürfen nicht vor Bayer-Monsanto einknicken. Gemeinsam mit dem Umweltinstitut München wollen wir deshalb 350.000 Unterschriften gegen das Bienengift sammeln – und sie den Ministerinnen persönlich übergeben.

Die Agro-Chemie-Industrie hat sich mächtig breit gemacht auf unseren Feldern. Sie tötet Insekten – und zwingt die bäuerliche Landwirtschaft zum Rückzug. Zu viel Gülle gefährdet das Trinkwasser.[3] Hecken und Wiesen verschwinden aus der Landschaft. Das Insektensterben hat Folgen für viele andere Tiere: Igel, Vögel, Fledermäuse und Frösche finden nicht genug zu fressen.[4] Diese Zerstörung zahlen wir auch noch selbst: Großbetriebe und Investoren greifen Agrarsubventionen ab – und machen so noch mehr Profit.[5] 

Um das Sterben in der Natur zu stoppen, müssen wir uns Bayer-Monsanto und Co. entgegenstellen – und zwar gemeinsam. Glyphosat, Neonikotinoide, Flupyradifuron: Pestizid für Pestizid muss vom Acker. Unser aller Hartnäckigkeit zeigt Erfolge. Vor ein paar Jahren konnten die Konzerne noch weitgehend ungestört mit Ackergiften Geschäfte machen. Mittlerweile sind Pestizide ein großes politisches Thema.  

Bei den Neonikotinoiden hat die Umweltbewegung einen wichtigen Sieg errungen. Dazu haben Hunderttausende mit ihrem Engagement beigetragen. Jetzt müssen wir dranbleiben – damit Bayer-Monsanto unseren Erfolg nicht wieder zunichte macht. Fordern Sie jetzt von Klöckner und Schulze, den neuen Bienenkillern die Zulassung zu verweigern!

Quellen:

[1] „Roulette für die Bienen“, Frankfurter Rundschau, 19. März 2018
[2] „Was der Biene schadet, muss vom Markt“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. März 2018
[3] „Gefahr fürs Trinkwasser“, Süddeutsche Zeitung Online, 6. August 2017
[4] „Das Insektensterben bedroht unsere Lebensgrundlagen“, Süddeutsche Zeitung Online, 4. November 2017
[5] „So viel Geld fließt an Konzerne, weil sie Land besitzen“, Spiegel Online, 31. Mai 2018

 

https://aktion.campact.de/bienengift/appell/teilnehmen?utm_campaign=%2Fbienengift%2F&utm_medium=recommendation&utm_source=rec-lc&utm_term=inside_flow

Freilandverbot für drei bienenschädliche Insektengifte

Am Freitag haben die EU-Staaten durch qualifizierte Mehrheit im zuständigen Aus-schuss beschlossen, drei Neonicotinoide ( = Pestizide) nur noch in Gewächshäusern zuzulassen. Im Freiland, also den Äckern, ist das Spritzen mit den Neonicotinoiden Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid verboten. Ob das Verbot sofort in Kraft tritt oder eine Übergangsphase vereinbart wurde, ist mir momentan nicht bekannt.

(28.04.2018)

EU-Parlament und -Kommission wollen Neonicotinoide verbieten!

Neues EU-Gutachten bestätigt, dass der Einsatz von Neonicotinoiden in der Landwirtschaft Insekten tötet. Nicht nur Wild- und Honigbienen seien davon betroffen. Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt ein Verbot dieser "PSM"! Der geschäftsführende BMEL Christian Schmidt (s.u.) will das Gutachten prüfen lassen! Die EU-Mitgliedsstaaten wollen ab Ende März beraten! 

Link zum Video vom 01.03.2018

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/pestizide-als-gefahr-fuer-bienen-100.html

Glyphosat - Wundermittel oder tödlicher Cocktail?

TV-Sendung auf NDR am 27.02.2018 :  Link zum Video

 https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/Glyphosat-unter-Verdacht,sendung742004.html

Bundeslandwirtschaftsminister (BMEL) 

vs. Bundesumweltministerin (BMU)

BMEL stimmt Verlängerung der Zulassung von GLYPHOSAT um 5 Jahre entgegen anderer Ansicht der BMU zu!  ARD: Näheres   , ZDF:  Näheres

Der Minister des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stimmte trotz Dissens (= andere Meinung) mit der Ministerin des Ministeriums für Umwelt (BMU) der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Verlän-gerung der Zulassung des Pestizids Glyphosat um 5 Jahre zu. Nach dem Koalitionsvertrag hätte Deutschland sich enthalten müssen. Die Zustimmung ist nicht rückgängig zu machen.

Weitere 5 Jahre ein Gift auf die Äcker, welches in vielen Bereichen zu finden ist (s.u.)!

Nordwest Zeitung 2017-11-28

GLYPHOSAT

Was ist Glyphosat?

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten verwendete Pflanzengift. Das Totalherbizid tötet jede Pflanze, die vorher nicht entsprechend gentechnisch verändert wurde. In Deutschland wird Glyphosat vor allem eingesetzt, um Felder vor der Aussaat von Wildkräutern zu befreien. In anderen Ländern spielt auch der Anbau von glyphosatresistenten Pflanzen eine große Rolle.

Glyphosat wurde von dem US-Konzern Monsanto patentiert und ist auch unter dem Namen Round-Up bekannt. Inzwischen ist das Patent ausgelaufen und zahlreiche Firmen bieten Pestizide mit Glyphosat an.

Warum ist Glyphosat gefährlich für die Gesundheit?

Glyphosat wurde von der Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Laut den Expert/innen der WHO gebe es „überzeugende Belege“ dafür, dass Glyphosat bei Labortieren wie Mäusen und Ratten Krebs verursache. Außerdem sehen die WHO-Expert/innen „begrenzte Belege“ dafür, dass Glyphosat auch beim Menschen krebserregend wirkt. Die WHO hat das Herbizid in die zweithöchste Risikostufe („wahrscheinlich krebserregend“) eingestuft.

Warum ist der EU-Risikobewertung für Glyphosat nicht zu trauen?

Damit die Zulassung von Glyphosat verlängert werden kann, musste das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Gefahren des Pestizids für Mensch und Umwelt untersuchen. Mit diesem Gutachten hat das BfR die entscheidende Vorarbeit für die Bewertungen durch die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) und die Europäische Chemikalienbehörde (ECHA) geleistet. Doch das BfR hat in seinem Gutachten entscheidende Passagen aus dem Zulassungsantrag von Monsanto abgeschrieben – und das nicht kenntlich gemacht.

Außerdem wurden wichtige Studien, die eine Krebsgefahr belegen, als irrelevant aussortiert. Eine unabhängige Prüfung der Gesundheitsgefahren durch Glyphosat hat das BfR nicht vorgenommen. Aus diesem Grund fordern inzwischen zahlreiche EU-Abgeordnete einen Untersuchungsausschuss, der die Vorgänge bei der Glyphosat-Bewertung aufklären soll.

Wer entscheidet über die Genehmigung von Glyphosat?

Die Hersteller von Glyphosat haben bei der EU beantragt, dass die Genehmigung für Glyphosat verlängert wird. Die EU-Kommission hat eine Wiederzulassung für zehn Jahre vorgeschlagen. Darüber stimmen die EU-Staaten voraussichtlich am 25. Oktober ab. Mehrere Länder, darunter Frankreich, Italien und Österreich, wollen mit Nein stimmen.

Im vergangenen Jahr hat sich Deutschland enthalten und somit die Verlängerung der Zulassung um 18 Monate ermöglicht. Mit Deutschlands Enthaltung gab es 2016 nicht genügend Länder, die gegen die Zulassung stimmten.

Warum ist Glyphosat schlecht für die Umwelt?

Neben den Gefahren für die Gesundheit ist Glyphosat auch eine große Bedrohung für die Artenvielfalt. Als Totalherbizid tötet Glyphosat alle Pflanzen auf dem Acker, die nicht entsprechend gentechnisch verändert wurden. Die Folge ist ein starker Rückgang von Wildkräutern, die wiederum die Nahrungsgrundlage für Insekten und Vögel sind. Auch für Regenwürmer, Amphibien und Fische sind negative Auswirkungen belegt.

Welche Alternativen gibt es?

Das dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterstellte Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) zeigte 2016 in einer Studie, dass mechanische Methoden wie das Pflügen und der Einsatz des Grubbers die gleiche Wirkung haben wie Glyphosat. Wenn Landwirte sowieso den Pflug nutzen, dann ergeben sich laut JKI auch keine ökonomischen Verluste.

Die Autor/innen des Glyphosat-Reports des Pestizid-Aktions-Netzwerks PAN International betonen zudem, dass Wildkräuter auf dem Acker die Produktivität nicht grundsätzlich verringern. Im Gegenteil: Wildkräuter könnten eine wichtige Rolle dabei spielen, Schädlinge zu bekämpfen, die Qualität der Böden zu verbessern und die Ernteerträge zu erhöhen.

Quelle:

https://www.campact.de/glyphosat/jamaika-appell/teilnehmen/?utm_campaign=%2Fglyphosat%2F&utm_term=link-2&utm_content=random-c&utm_source=%2Fglyphosat%2Fjamaika-appell%2F&utm_medium=Email

 

Weitere Infos

Pflanzengifte im Bier

Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) stellt in 18 von 22 Bierproben aus Deutschland Rückstände von Pflanzen-schutzmitteln (PSM) = Pestizide fest. In zehn Proben wurde ein PSM festgestellt, sechs Proben enthielten zwei und in zwei Proben konnten sogar je drei Pestizid-Rück-stände bestimmt werden. Das Halmverkürzungsmittel Chlormequar (9x) und das Totalherbizid Glyphosat (7x) waren in den untersuchten Proben am häufigsten enthalten. Glyphosat steht "im Verdacht, krebserregend zu sein", so Christian Meyer, niedrsächsischer Minister für Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Er fordert "viel schärfere Regeln beim Einsatz von Pestiziden und Herbiziden. Für alle muss das Vorsorgeprinzip gelten. Nur solche Stoffe dürfen in der Landwirtschaft angewendet werden, die für Menschen und Umwelt nachweislich ungefährlich sind."

Quelle: Nordwest Zeitung vom 22.09.2017

Wer weiß, was noch alles bei gezielter Suche in unserer Nahrung gefunden würde oder schon wurde, aber unter Verschluss gehalten wird.

Pestizide kann man wie folgt einteilen:

  • Akarizide gegen Milben/Spinnentiere.
  • Avizide gegen Vögel.
  • Bakterizide gegen Bakterien.
  • Fungizide gegen Pilze.
  • Herbizide gegen Pflanzen:
    • Algizide gegen Algen.
    • Arborizide gegen Gehölze.
    • Graminizide gegen Gräser.
  • Insektizide gegen Schadinsekten.
  • Molluskizide gegen Schnecken.
  • Nematizide gegen Nematoden (Fadenwürmer).
  • Ovizide gegen (Insekten-)Eier.
  • Rodentizide gegen Nagetiere.
  • Viruzide gegen Viren und Viroide.

Mittel zur Verhütung von Wildschäden:

  • Wildverbiss- und Vergrämungs-Mittel.
  • Schälschutz-Mittel.
  • Fegeschutz-Mittel.

Weitere Pflanzenschutzmittel:

  • Beizmittel zur Behandlung von Saat- und Pflanzgut.
  • Mittel zur Bodenentseuchung.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pestizid

Als Avizid bezeichnet man eine chemische Substanz, die dazu benutzt wird, (Schad-)Vögel zu töten. Die Verwendung von Aviziden ist in Deutschland und vielen anderen Ländern heutzutage durch gesetzliche Regelungen stark eingeschränkt oder verboten. Als Ersatz dienen Substanzen, die die Vögel abstoßen (Repellentien) oder die bei einzelnen Tieren Reaktionen auslösen, die geeignet sind, den ganzen Schwarm zu vertreiben.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Avizid

Kinderspielzeug für Russland im Meer gelandet

(C) Hans Uhlmann/ Ü-Tüten

Plastikmüll in jeder Form und Größe ist ein Problem für die Umwelt, ganz besonders für die Meere.

Nicht nur auf der Insel Langeoog machte sich der Inhalt - Tausende von Ü-Eiern und Ü-Tüten, für Russland bestimmt - eines bei Starksturm in der Nordsee über Bord gegangenen Containers bemerkbar. Die Auswirkungen reichen bis in die Jade und an die wangerländische Küste.

Die in diesem Fall natürlich nicht beabsichtigte Umweltverschmutzung macht deutlich, dass ein Teil des im Meer landenden Mülls an einem Strand angespült wird, die Frage ist nur, wann, wo und in welcher Form.

Größere Objekte lassen sich noch relativ gut von den Stränden entsorgen. Doch niemand weiß, welche Mengen an gröberem Plastikmüll von Meereslebewesen wie Fischen, Vögeln, Walen und Robben, z.B. Seehunden, bei der Nahrungsaufnahme in deren Mägen verschwinden und so mittelfristig zu deren Tod durch Verhungern führen. Baßtölpel bauen ihre Nester u.a. mit Plastikmüll, was manchmal zum Tode durch Strangulation bei einigen Individuen führen kann. 

Von eskp.de, CC-BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50095828

Auch wir Menschen, die wir ebenso am Ende der Nahrungskette stehen, nehmen über Nahrung aus dem Meer Plastik auf, allerdings nur solchen, der im Laufe der Zeit zu Nanopartikeln zerrieben wurde und auf Dauer in der Umwelt zu finden ist.

Fazit:

1. Müllentsorgung im Meer gehört weltweit verboten, nicht nur in nationalen Gewässern.

2. Nutzung von Plastikprodukten so viel wie möglich vermeiden

3. gebrauchtes Plastik ins Recycling geben

 

drei Links zum Thema:

n-tv.de  ; planet-wissen.de ; wwf.de

Aktualisiert am:

25.04.2019

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Volker K. Prueter

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26434 Hohenkirchen

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