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Neues zum Naturschutz/Umweltschutz

Gülle-Notstand in Niedersachsen

Auf Grund der nassen Wetterlage in den vergangenen Wochen und Monaten wurde kaum Gülle, Jauche (Viehhaltung) oder Gärreste (Biogasanlagen) auf die landwirt-schaftlich genutzten Flächen ausgebracht.

Folge: Behälter dafür drohen überzulaufen/ zu bersten!

Das Anlegen von "Güllelagunen" ist als letzter Ausweg durch den "Havarie"-Erlass gestattet. Bei befahrbaren Ländereien darf auch innerhalb der Sperrfrist ( Nov. - 31. Jan.) auf bewachsenen Böden Gülle (max. 10 Kubikmeter/Hektar, Abstand von 10 m zu Gewässern) ausgebracht werden außer in Trinkwassergewinnungs- und Über-schwemmungsgebieten. Zulässig ist dies nur, wenn landwirtschaftliche Betriebe "nachweislich" alle Alternativen geprüft haben.

Frage: Wer kontrolliert das?

Gülle dürfe auf keinen Fall "unkontrolliert ins Erdreich oder in die Kanalisation abfließen und damit das Grundwasser gefährden." (Zitat Umweltminister;

Quelle: NWZ 2017-12-15)

Man lasse sich die Worte auf der Zunge zergehen: unkontrolliert nein, kontrolliert ja!

Meine Anmerkungen:

1. Pflanzen nehmen keine Nährstoffe unterhalb der Wachstumstemperaturen (<5° C) auf.

2. Gülle gelangt unterirdisch durch Sickerwasser und Drainagen, oberirdisch durch Niederschläge in Gräben, Bäche, Flüsse und dann ins Meer. Gülle ist flüssig!

3. Schuld ist nicht das Wetter (Anzeichen für Klimawandel?), sondern die Massentier-haltung und den dabei anfallenden Ausscheidungsmengen.

4. Wir Verbraucher sind mitverantwortlich für die Misere, denn Lebensmittel sollen preiswert sein. Wichtiger ist das Jetten in den Urlaub. Nicht umsonst sind wir DIE Reiseweltmeister!

Bundeslandwirtschaftsminister (BMEL) 

vs. Bundesumweltministerin (BMU)

BMEL stimmt Verlängerung der Zulassung von GLYPHOSAT um 5 Jahre entgegen anderer Ansicht der BMU zu!  ARD: Näheres   , ZDF:  Näheres

Der Minister des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stimmte trotz Dissens (= andere Meinung) mit der Ministerin des Ministeriums für Umwelt (BMU) der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Verlän-gerung der Zulassung des Pestizids Glyphosat um 5 Jahre zu. Nach dem Koalitionsvertrag hätte Deutschland sich enthalten müssen. Die Zustimmung ist nicht rückgängig zu machen.

Weitere 5 Jahre ein Gift auf die Äcker, welches in vielen Bereichen zu finden ist (s.u.)!

Nordwest Zeitung 2017-11-28

10.11.2017

Zulassungsverlängerung für GLYPHOSAT

Entscheidung in EU-Expertengremium noch nicht gefallen

D möchte 3 Jahre , EU-Kommission 5 J. Verlängerung

Monsanto-Lobbyisten sicher kräftig am Werk

GLYPHOSAT

Was ist Glyphosat?

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten verwendete Pflanzengift. Das Totalherbizid tötet jede Pflanze, die vorher nicht entsprechend gentechnisch verändert wurde. In Deutschland wird Glyphosat vor allem eingesetzt, um Felder vor der Aussaat von Wildkräutern zu befreien. In anderen Ländern spielt auch der Anbau von glyphosatresistenten Pflanzen eine große Rolle.

Glyphosat wurde von dem US-Konzern Monsanto patentiert und ist auch unter dem Namen Round-Up bekannt. Inzwischen ist das Patent ausgelaufen und zahlreiche Firmen bieten Pestizide mit Glyphosat an.

Warum ist Glyphosat gefährlich für die Gesundheit?

Glyphosat wurde von der Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Laut den Expert/innen der WHO gebe es „überzeugende Belege“ dafür, dass Glyphosat bei Labortieren wie Mäusen und Ratten Krebs verursache. Außerdem sehen die WHO-Expert/innen „begrenzte Belege“ dafür, dass Glyphosat auch beim Menschen krebserregend wirkt. Die WHO hat das Herbizid in die zweithöchste Risikostufe („wahrscheinlich krebserregend“) eingestuft.

Warum ist der EU-Risikobewertung für Glyphosat nicht zu trauen?

Damit die Zulassung von Glyphosat verlängert werden kann, musste das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Gefahren des Pestizids für Mensch und Umwelt untersuchen. Mit diesem Gutachten hat das BfR die entscheidende Vorarbeit für die Bewertungen durch die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) und die Europäische Chemikalienbehörde (ECHA) geleistet. Doch das BfR hat in seinem Gutachten entscheidende Passagen aus dem Zulassungsantrag von Monsanto abgeschrieben – und das nicht kenntlich gemacht.

Außerdem wurden wichtige Studien, die eine Krebsgefahr belegen, als irrelevant aussortiert. Eine unabhängige Prüfung der Gesundheitsgefahren durch Glyphosat hat das BfR nicht vorgenommen. Aus diesem Grund fordern inzwischen zahlreiche EU-Abgeordnete einen Untersuchungsausschuss, der die Vorgänge bei der Glyphosat-Bewertung aufklären soll.

Wer entscheidet über die Genehmigung von Glyphosat?

Die Hersteller von Glyphosat haben bei der EU beantragt, dass die Genehmigung für Glyphosat verlängert wird. Die EU-Kommission hat eine Wiederzulassung für zehn Jahre vorgeschlagen. Darüber stimmen die EU-Staaten voraussichtlich am 25. Oktober ab. Mehrere Länder, darunter Frankreich, Italien und Österreich, wollen mit Nein stimmen.

Im vergangenen Jahr hat sich Deutschland enthalten und somit die Verlängerung der Zulassung um 18 Monate ermöglicht. Mit Deutschlands Enthaltung gab es 2016 nicht genügend Länder, die gegen die Zulassung stimmten.

Warum ist Glyphosat schlecht für die Umwelt?

Neben den Gefahren für die Gesundheit ist Glyphosat auch eine große Bedrohung für die Artenvielfalt. Als Totalherbizid tötet Glyphosat alle Pflanzen auf dem Acker, die nicht entsprechend gentechnisch verändert wurden. Die Folge ist ein starker Rückgang von Wildkräutern, die wiederum die Nahrungsgrundlage für Insekten und Vögel sind. Auch für Regenwürmer, Amphibien und Fische sind negative Auswirkungen belegt.

Welche Alternativen gibt es?

Das dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterstellte Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) zeigte 2016 in einer Studie, dass mechanische Methoden wie das Pflügen und der Einsatz des Grubbers die gleiche Wirkung haben wie Glyphosat. Wenn Landwirte sowieso den Pflug nutzen, dann ergeben sich laut JKI auch keine ökonomischen Verluste.

Die Autor/innen des Glyphosat-Reports des Pestizid-Aktions-Netzwerks PAN International betonen zudem, dass Wildkräuter auf dem Acker die Produktivität nicht grundsätzlich verringern. Im Gegenteil: Wildkräuter könnten eine wichtige Rolle dabei spielen, Schädlinge zu bekämpfen, die Qualität der Böden zu verbessern und die Ernteerträge zu erhöhen.

Quelle:

https://www.campact.de/glyphosat/jamaika-appell/teilnehmen/?utm_campaign=%2Fglyphosat%2F&utm_term=link-2&utm_content=random-c&utm_source=%2Fglyphosat%2Fjamaika-appell%2F&utm_medium=Email

 

Weitere Infos

Usutu-Virus besonders bei Amseln wieder aktiv

Informationen und Beobachtungen melden über https://www.nabu.de/news/2017/09/23022.html

Pflanzengifte im Bier

Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) stellt in 18 von 22 Bierproben aus Deutschland Rückstände von Pflanzen-schutzmitteln (PSM) = Pestizide fest. In zehn Proben wurde ein PSM festgestellt, sechs Proben enthielten zwei und in zwei Proben konnten sogar je drei Pestizid-Rück-stände bestimmt werden. Das Halmverkürzungsmittel Chlormequar (9x) und das Totalherbizid Glyphosat (7x) waren in den untersuchten Proben am häufigsten enthalten. Glyphosat steht "im Verdacht, krebserregend zu sein", so Christian Meyer, niedrsächsischer Minister für Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Er fordert "viel schärfere Regeln beim Einsatz von Pestiziden und Herbiziden. Für alle muss das Vorsorgeprinzip gelten. Nur solche Stoffe dürfen in der Landwirtschaft angewendet werden, die für Menschen und Umwelt nachweislich ungefährlich sind."

Quelle: Nordwest Zeitung vom 22.09.2017

Wer weiß, was noch alles bei gezielter Suche in unserer Nahrung gefunden würde oder schon wurde, aber unter Verschluss gehalten wird.

Pestizide kann man wie folgt einteilen:

  • Akarizide gegen Milben/Spinnentiere.
  • Avizide gegen Vögel.
  • Bakterizide gegen Bakterien.
  • Fungizide gegen Pilze.
  • Herbizide gegen Pflanzen:
    • Algizide gegen Algen.
    • Arborizide gegen Gehölze.
    • Graminizide gegen Gräser.
  • Insektizide gegen Schadinsekten.
  • Molluskizide gegen Schnecken.
  • Nematizide gegen Nematoden (Fadenwürmer).
  • Ovizide gegen (Insekten-)Eier.
  • Rodentizide gegen Nagetiere.
  • Viruzide gegen Viren und Viroide.

Mittel zur Verhütung von Wildschäden:

  • Wildverbiss- und Vergrämungs-Mittel.
  • Schälschutz-Mittel.
  • Fegeschutz-Mittel.

Weitere Pflanzenschutzmittel:

  • Beizmittel zur Behandlung von Saat- und Pflanzgut.
  • Mittel zur Bodenentseuchung.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pestizid

Als Avizid bezeichnet man eine chemische Substanz, die dazu benutzt wird, (Schad-)Vögel zu töten. Die Verwendung von Aviziden ist in Deutschland und vielen anderen Ländern heutzutage durch gesetzliche Regelungen stark eingeschränkt oder verboten. Als Ersatz dienen Substanzen, die die Vögel abstoßen (Repellentien) oder die bei einzelnen Tieren Reaktionen auslösen, die geeignet sind, den ganzen Schwarm zu vertreiben.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Avizid

102. Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) zum Freizeitgelände Hooksiel West durch die Gemeinde Wangerland wurde beschlossen!   mehr

Im Dezember als Weihnachtsgeschenk angekündigthier ) ist die Aufweichung des BNatSchG jetzt Realität geworden!

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Spätabends im Bundestag:
Tiere töten leicht gemacht
    

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                                                     Berlin, 24. Juni 2017

Ungeachtet des vehementen Protests von Natur- und Tierschutzverbänden hat der Bundestag am späten Donnerstagabend der letzten Woche die Aufweichung des Artenschutzes zugunsten der Windkraftindustrie beschlossen. Der VLAB und VERNUNFTKRAFT. sind entsetzt und empört – aber kämpferisch.

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Das Kalkül der Windkraftindustrie und ihrer parlamentarischen Verbündeten ging auf: Ohne kritische Reflexion oder Berichterstattung wurde der umstrittene Gesetzentwurf zur Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes am späten Abend des 22. Juni 2017 vor weitgehend leeren Rängen im Bundestag diskutiert und anschließend von der Koalitionsmehrheit aus CDU/CSU und SPD angenommen. Wenige Dutzend Abgeordnete sorgten letztlich dafür, dass das artenschutzrechtliche Tötungs- und Verletzungsverbot zugunsten von Windenergieprojekten ausgehöhlt wird. 
In fragwürdiger und intransparenter Manier hatte das Bundesumweltministerium Ende 2016 den Gesetzentwurf zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes erarbeitet. Konkret hieß es im Entwurf:

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"....Zudem kann auch für Vorhaben privater Träger die Ausnahmevorschrift des § 45 Absatz 7 Satz 1 Nummer 5 in Anspruch genommen werden, wenn zugleich hinreichend gewichtige öffentliche Belange ihre Realisierung erfordern. Zu diesen Belangen gehört der Ausbau der Erneuerbaren Energien."

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Auszug aus der Pressemitteilung von VLAB und VERNUNFTKRAFT 

Pressemitteilung von VLAB und Vernunftkraft
Änderung des § 45 BNatSchG
Pressemitteilung.pdf
PDF-Dokument [388.4 KB]
Stellungnahme von VERNUNFTKRAFT zur Änderung des BNatSchG
VERNUNFTKRAFT.-zum-BNatschG.pdf
PDF-Dokument [736.7 KB]
Stellungnahme des VLAB zur Änderung des BNatSchG
SN_Nov_BNatSchG_122020-1.pdf
PDF-Dokument [227.8 KB]

Kinderspielzeug für Russland im Meer gelandet

(C) Hans Uhlmann/ Ü-Tüten

Plastikmüll in jeder Form und Größe ist ein Problem für die Umwelt, ganz besonders für die Meere.

Nicht nur auf der Insel Langeoog machte sich der Inhalt - Tausende von Ü-Eiern und Ü-Tüten, für Russland bestimmt - eines bei Starksturm in der Nordsee über Bord gegangenen Containers bemerkbar. Die Auswirkungen reichen bis in die Jade und an die wangerländische Küste.

Die in diesem Fall natürlich nicht beabsichtigte Umweltverschmutzung macht deutlich, dass ein Teil des im Meer landenden Mülls an einem Strand angespült wird, die Frage ist nur, wann, wo und in welcher Form.

Größere Objekte lassen sich noch relativ gut von den Stränden entsorgen. Doch niemand weiß, welche Mengen an gröberem Plastikmüll von Meereslebewesen wie Fischen, Vögeln, Walen und Robben, z.B. Seehunden, bei der Nahrungsaufnahme in deren Mägen verschwinden und so mittelfristig zu deren Tod durch Verhungern führen. Baßtölpel bauen ihre Nester u.a. mit Plastikmüll, was manchmal zum Tode durch Strangulation bei einigen Individuen führen kann. 

Von eskp.de, CC-BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50095828

Auch wir Menschen, die wir ebenso am Ende der Nahrungskette stehen, nehmen über Nahrung aus dem Meer Plastik auf, allerdings nur solchen, der im Laufe der Zeit zu Nanopartikeln zerrieben wurde und auf Dauer in der Umwelt zu finden ist.

Fazit:

1. Müllentsorgung im Meer gehört weltweit verboten, nicht nur in nationalen Gewässern.

2. Nutzung von Plastikprodukten so viel wie möglich vermeiden

3. gebrauchtes Plastik ins Recycling geben

 

drei Links zum Thema:

n-tv.de  ; planet-wissen.de ; wwf.de

Strengere Regeln für das Düngen von Feldern

Am 16.02.2017 änderte der Bundestag das Düngegesetz. Es dient als Grundlage für die Düngeverordnung (DüV), die die Vorgaben präzisiert und die Belastung des Grundwassers durch zu viel Dünger vermindern soll.

Obergrenzen für die Stickstoffdüngung in Gebieten mit kritischen Belas-tungswerten des Grundwassers sowie die Ausweitung vorgeschriebener Ab-stände zu Gewässern sind in der DüV vorgesehen.

EU-Kommission gibt Pläne zur Änderung des Naturschutzrechts auf

 

Wie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) heute mitteilte, hat die Europäische Kommission beschlossen, die EU-Naturschutzrichtlinien in ihrer jetzigen Form beizubehalten (Pressemitteilung der EU-Kommission). Jean-Claude Juncker hat damit sein Vorhaben aufgegeben, die EU-Vogel-schutz- und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie zu „verschmelzen und zu modernisieren“. Man kann dies durchaus als historischen Erfolg bezeichnen. Erstmals in der Geschichte der EU war versucht worden, bestehende Umweltstandards zurückzudrehen – unter dem Deckmantel der „Entbüro-kratisierung“ und in der Zuversicht, dass der Naturschutz keine starke Stimme in der Gesellschaft hat.
Weitere Informationen dazu finden sich auf der
Internetseite des NABU sowie dem NABU-Blog „Naturschätze.Retten“.

Aktualisiert am:

15.12.2017

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Volker K. Prueter

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