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Konflikte auslösend:

Der (Grau-)Wolf (Canis lupus)

Wildernde Hunde töten Schafe    (NWZ 2019-05-10, S. 6) 

Zwei seit Dienstag (07.) vermisste Huskies haben eine Schafherde im Landkreis Nienburg attackiert. Ein Dutzend Schafe wurde getötet oder so schwer verletzt, dass sie getötet werden mussten. Die beiden Hunde wurden zur Beendigung der Angriffe auf die Schafe von einem Jäger erschossen.

(Für mich schwer vorstellbar, dass das reinrassige Huskies waren.)

 

Bauern wollen mehr Schutz vor Wölfen

Bauern und Schäfer übergaben in Hamburg an die Umweltminister von MV, NI, SH und HH ein Positionspapier. Forderung des Hamburger (!1) Bauernverbands: "Wir brauchen eine wirkliche Regulierung der Wolfszahlen." Der Förderverein (!) der Deutschen Schafhaltung beklagt "die rasante Ausbreitung von Wölfen und die immensen Schäden, die damit einhergehen."

(1) Auf Hamburger Gebiet sind sicher viele Wölfe zu erwarten, weil dort ein "optimales" Habitat für die Art vorhanden ist.

(2) Wie kann man von immensen Schäden sprechen? Schadenausgleichszahlungen liegen noch nicht im 7stelligen Bereich.

Experten kritisieren Wolfs-Abschuss   (NWZ 2019-04-30, S.6)

Auszug

Ein Wolfsexperte aus dem Wolfscenter Dörverden kritisiert die erneute Verlänge-rung der Abschussgenehmigung für den Leitrüden "GW717m" des Rodewalder Rudels. Er fragt sich, wieso ein Umweltminister in der Zeit der Welpenaufzucht, an der der Wolfsvater auch beteiligt ist, einen Abschuss genehmigt. Der Experte plädiert für einen Ausbau des Herdenschutzes.

 

Wolf noch immer am Leben    (NWZ 2019-04-23, S. 1)

Auszug aus Bericht

Das niedersächsische Umweltministerium bestätigte, dass der Ende Januar zum Abschuss frei gegegebene Wolfsrüde, Kennung GW717m, noch lebt. Die Suche nach dem Tier gestalte sich in dem ca. 200 Quadratkilometer großen Territorium (Lk Nienburg, Region Hannover und Heidekreis) des Rodewalder Rudels schwieriger als gedacht. Ob eine erneute Abschuss-genehmigung über den 30. April hinaus erteilt wird, wurde vom Ministerium nicht mitgeteilt.

Weniger Angriffe der Wölfe auf Nutztiere (NWZ 2019-03-30, S.5)

Auszug aus dem Artikel

Deutlicher Rückgang der Zahl der nachgewiesenen Nutztierrisse durch Wölfe von 2017 (428) zu 2018 (327); dabei wurden in 302 Fällen Schafe und wenige Ziegen, 15 Rinder, ein Pferd und neun Stück Gatterwild Beute der Wölfe, so der Niedersächsische Land-volkverband. Der Schafbestand in Niedersachsen in 2018 betrug 233.685 Tiere, wovon 0,13% von Wölfen gerissen wurden. "Je nach Rasse und Jahr haben wir jährliche Lämmerverluste von jeweils fünf bis zehn Prozent infolge von Schwergeburten, Totgeburten, lebensschwachen Lämmern usw.", so der Referent für Tier-zucht und Tierhaltung beim Niedersächsischen Landvolk.

Wegen der Angriffe auf Nutztiere fordern das Landvolk und einzelne Tierhalterverbände den Abschuss von auffälligen Wölfen und auch ganzer Wolfsrudel sowie die Einrichtung sogenannter "wolfsfreier Zonen".

Der "böse" Wolf

Die Frist zur "Entnahme" des Leitrüden des Rodewalder Wolfsrudels wurde bis zum 31.03. um 23:59 Uhr verlängert. Der letztinstanzliche Beschluss des OVG, dass es keine Alternative zur Tötung des Tieres gebe, hat weiter Gültigkeit.

Das niedersächsische Umweltministerium spricht aber offiziell nicht mehr von Abschuss, sondern von Tötung. Dies könnte ein Indiz sein, dass der Rüde zunächst betäubt und erst dann per Spritze getötet wird, wenn die Identität sicher geklärt ist.

Quelle: Nordwest Zeitung 2019-03-01, S. 6

Eine sichere Identifizierung des o.g. Rüden kann nur über einen DNS-Abgleich (gene-tisch) erfolgen.  Die Aussage von Umweltminister Lies "Der Wolf hat optische und altersspezifische Merkmale, mit denen wir ihn identifizieren können." (NWZ 2019-03-08, S. 6) bietet keine gesicherte Identifizierung.

Nach meinem Kenntnisstand dauert der genetische Abgleich aber sehr viel länger als eine Betäubung wirkt. Also wird er in einem Käfig aufwachen müssen. Ist er es nicht, muss erneut eine Betäubung erfolgen, um das Tier frei zu lassen. Das Freilassen wird nach meiner Einschätzung nicht geschehen, denn was für ein Aufschrei der Viehhalter und der Anti-Wolf-Bevölkerung wird die Folge sein.

Oder hat schon mal jemand einen Politiker erlebt, der nicht unbedingt an der Macht bleiben möchte und daher stets auf Wählerstimmen schielt? Ist doch auffällig, dass der Technokrat O. Lies, seit er Umweltminister ist, einen Bart trägt. Tragen alle sich pro Natur Einsetzenden einen Bart?

OVG: Abschuss des Wolfs ist rechtens

Quelle: Nordwest Zeitung 2019-02-23 S. 5

Gnadenfrist für Wolf verlängert

Am Dienstag (19.02.) wurde Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungs-gerichts (VG) beim OVG eingelegt. Bis Freitag (22., 14 Uhr) wird der zum Abschuss frei gegebene Rodewalder Rüde nicht geschossen. Dies hat das NLWKN dem OVG zugesichert. Das OVG strebt eine zügige Entscheidung über die Beschwerde an.

Quelle: Nordwest Zeitung 2019-02-22, S. 6

 

 

Wolfs-Abschuss genehmigt

Die Justiz, das VG in OL, hat den Leitrüden des Rodewalder Rudels zum Abschuss freigegeben. "Das NLWKN hat überzeugend dargelegt, dass die strengen Voraus-setzungen für eine rechtmäßige Abschussgenehmigung vorliegen." (Zitat) Dem Leitrüden des Rudels im Landkreis Nienburg konnten nach Angaben des Ministeriums (für Umweltschutz, d. Verf.) mehr als 40 Risse von Nutztieren genetisch nachgewiesen werden, darunter bis zu drei Ponys, ein Alpaka und bis zu zehn Rinder.

Quelle: Nordwest Zeitung 2019-02-16  S.1

 

Ein Abschuss ist unter diesen Umständen wohl gerechtfertigt. Den Wahrheitsgehalt wird das VG geprüft haben.

Mir stellen sich zumindest zwei Fragen:

1. Wird der frei gegebene Wolf zweifelsfrei erkannt? Er trägt keinen Sender; seine amtliche Bezeichnung "GW717m" und auch sein Spitzname "Roddy" sind nicht ablesbar.

2. Wer wird den finalen Schuss abgeben, ein Jäger oder ein Sniper der Polizei?

 

Über das Aufspüren des Tieres/Rudels mache ich mir keine Gedanken. Der Standort ist sicher bekannt. Man möge sich an den Bär Bruno in Bayern erinnern. Über zwei Wochen laufen Finnen mit ihren Bärenhunden durch die Berge und keine Spur. Dann wird der Bär am Tag X zum Abschuss frei gegeben und am Tag Y geschossen. Die Bayern haben genau gewusst, wo der Bär steckt. Die Finnen sollten ihn doch gar nicht finden, denn dann wäre er ja nur betäubt worden, wäre am Leben geblieben. Er sollte aber geschossen werden und ein Bär in Bayern muss doch von einem Bayern geschossen werden!

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Aktualisiert am:

19.05.2019

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