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Naturschutz und Jagd

Von Quartl - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8470454

Neozoon Waschbär

aus Nordamerika eingeführter, nachtaktiver Allesfresser, der sich immer weiter ausbreitet, guter Kletterer; bewirkt nicht unerhebliche Verluste unter der heimischen Tierwelt, was bei weniger häufigen Arten mit zur Gefährdung der Populationen beiträgt; starke Bejagung sinn-voll; Jagdjahr 2017/2018: 15.812 erlegte Tiere in Niedersachsen (2005: 2.400 Ex.);

Jungtiere sollten nur in Tierpark, Zoo o.ä. gebracht werden. Auswildern nach der Aufzucht ist nicht sinnvoll, da heimische Tierbestände beeinträchtigt werden und vor allem, da die Jungtiere wohl verhungern, denn sie haben von der Mutter nicht gelernt, was als und wie Nahrung erkannt wird.

Dmytro S. - Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2130476>

Neozoen Marderhund (1)                      und           Mink (2)

Marderhunde sind sehr scheue, nachtaktive Allesfresser, wurden aus Ostasien des Felles wegen nach Westrussland gebracht und breiteten sich weiter westwärts aus. Seit 1960 erfolgt dies auch in D. Die Bejagung ist zwingend nötig, aber schwierig.

Der Mink (Amerikanischer Nerz) ist ein dämmerungs- und nachtaktiver Fleischfresser,

der den einheimischen Europäischen Nerz weitgehend verdrängt hat. Die Art ist aus Pelztierfarmen entlaufen und durch sogenannte Tierschützer (mit nur bedingt vorhan-denem Intellekt) aus solchen "befreit" worden. Folge ist die recht hohe Beeinträchti-gung der Wiesenbrüter, z. B. entlang der Elbe. Durch ihre Bindung ans Wasser breitet sich die Art entlang der Gewässer aus. 

(1) Von I, Pkuczynski, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2346388

(2) Christian Fischer, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=51334592

Wildkatze / Foto: Christoph Bosch

KATZEN

Sofern es sich bei den in freier Wildbahn lebenden Katzen um die Wildkatze, -Felis silvestris silvestris- auch Waldkatze genannt, handelt, besteht keine Problematik. Abgesehen davon, dass die Art in Deutsch-land nur wenige passende Lebensräume (nicht vom Menschen frequentierte Wälder) findet und daher nur Inselvorkommen existieren, hat noch kein Fleischfresser eine Art seines Beutespektrums zum Aus-sterben oder an den Rand desselben gebracht.

Foto: https://nrw.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/jagd/jagdbare-arten/beutegreifer/06788.html

Hauskatzen

Problematisch wird es durch die vielen Haus-katzen - geschätzt sind es mehr als acht Millionen (8.000.000) in Deutschland -, die als sogenannte Freigänger, Hof- und verwilderte Katzen überall herumstreunen. Sie richten echten Schaden an der Tierwelt in Gärten und Parks, auf Feldern und der freien Wildbahn an, denn von ihnen gibt es schlicht zu viele und sie gehören nicht zur heimischen Natur.

Wenn jede der o.g. 8 Mio. Katzen nur einen (1) Vogel pro Monat töten würde, würden 96 Mio. vor allem Singvögel aus unserer Natur verschwinden. Bei einem Vogel pro Woche betragen die Verluste 416 Mio. (416.000.000) Individuen.

Katzenfans werden die beispielhafte Berechnung wohl als Quatsch abtun, denn IHRE Katze/n fängt/fangen ja keine Vögel. Hier kann ich nur sagen: Nehmt die Scheu-klappen ab! Katzen sind instinktgesteuert, d. h. das Jagen ist ihnen angeboren.

Sie können noch so gut gefüttert werden, gejagt wird trotzdem! Und es werden nicht nur kranke Tiere gefangen! Besonders unerfahrene und noch nicht voll flugfähige Jungvögel fallen den "Freigängern" zum Opfer.

Der Bisam (aus Nordamerika, bis 35 cm + 22 cm Schwanz) und die Nutria (aus Südamerika, bis 65 cm + 30-45 cm Schwanz) sind ebenfalls Neozoen, die strikt bejagt werden sollten, allerdings mit einem anderen Hintergrund. Beide Arten sind reine, ans Wasser gebundene Vegetarier, doch graben sie ihre Wohnhöhlen in Uferböschungen. Dies führt zu erheblichen Schäden, schlimmstenfalls zu Deich-/Dammbrüchen.

Aktualisiert am:

21.01.2019

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