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Vögel füttern und wenn ja, wann?

 

Hier streiten sich Pro- und Kontra-Fraktion. Letztendlich muss dies jeder für sich entscheiden. Ich zumindest sehe es anders als der NABU.

Das ganze Jahr hängen je ein kleiner Silo mit Erdnussbruch und Sonnenblumen-kernen. Beide werden von Kohl- u. Blaumeise, Haus- u. Feldsperling sowie 2-3 Finkenarten angenommen. Hintergrund dieser Ergänzungsfütterung ist für mich, dass die Altvögel weniger Zeit für die eigene Nahrungssuche verwenden müssen und so mehr Futter für die Jungen heranschaffen können.

Dieses Buch ist aus meiner Sicht sehr zu empfehlen. Die Autoren erklären, warum es Sinn macht, das ganze Jahr zu füttern und damit einen ganzjährigen Vogelschutz zu betreiben.

Einen Stichpunkt nenne ich:

immer geringer werdende Vielfalt an Pflanzen durch aufgeräum-te Gärten und Intensiv-Landwirtschaft und damit einhergehen-der Mangel an Insekten = Nahrung für Vögel.

Die Buchkosten liegen knapp unter 8,00 EUR.

Im Winter kommt bei mir eine Bodenfütterung für meist am Boden nach Nahrung suchende Arten wie Amsel, Buchfink, Rotkehlchen u.a. dazu. Je nach Witterung beginne ich damit im Oktober / November. Da mir für den Winter das fertig zu kaufende Futter zu teuer ist, mische ich selbst: zu gequetschten Haferflocken (1kg) Rapsöl (ca. 0,2l) geben, gut durchmischen; hinzu kommen Waldvogelfutter, Erdnussbruch, Sonnenblumenkerne und ungeschwefelte Rosinen (zerkleinere ich noch). Je nach Belieben und Geldbeutel bestehen Variationsmöglichkeiten. Dieses Mischfutter kommt bestens an. Reife oder faulige Äpfel (keine schimmeligen!) werden von einigen Arten, bes. Drosseln und Stare, auch gern gefressen.

 

Essensreste jeglicher Art sind NICHT zu verfüttern, da sie gesalzen, gewürzt und bei Frost gefroren sind. Solche Reste führen meistens zum Tode der Vögel.

 

Der Mischung gebe ich noch zuvor getrocknete zerkleinerte  Eierschalen dazu, um den Vögeln Kalk zu bieten. Dies ist besonders von Februar bis April für die beginnende Brutzeit sinnvoll. Der Kalk scheint auch aufgenommen zu werden, denn sonst müsste er auf Dauer sichtbar sein. Der Einfall kam, weil ich mich daran erinnerte, dass Hühnerhalter ihren Hennen leere Eierschalen vorwerfen und diese von den Vögeln aufgepickt werden.

zerkleinerte Eierschalen

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Aktualisiert am:

22.09.2018

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