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Helgoland -

DER deutsche Vogel-Hotspot

Helgoland, eine Felseninsel aus Buntsandstein in der Deutschen Bucht, bietet als einziger Ort in Deutschland in Felsklippen brütenden Meeres-vögeln die Möglichkeit dazu (Alleinstellungsmerkmal 1).

Alleinstellungsmerkmal 2 ist die Lage der Insel. Das einzige feste Land in weitem Umkreis - bis zur niedersächsischen Festlandsküste bei Schillig sind es 54 km, bei Cuxhaven 59 km und zur schleswig-holsteinischen bei Tönning 48 km - zieht verdriftete Vögel magisch an. Nur hier können sie sich erholen, Nahrung finden, den Durst löschen und Gefiederpflege betreiben.

Neben der Hauptinsel ist die Düne ein Bestandteil Helgolands.

Wer Interesse an auf Helgoland gesichteten Arten hat, schaue bitte unter diesem Link: http://www.oag-helgoland.de/

Die "Lange Anna", das Wahrzeichen Helgolands, wird überwiegend von Basstölpeln, Trottellummen und Dreizehenmöwen besiedelt.

Weißlich überzogener roter Buntsandstein weist auf das Bewohnen durch Meeresvögel hin, deren Kot - wird als Guano ver-kauft - die Färbung verursacht.

alle Fotos: V.K. Prueter, 27.05.2018

Felsklippen bilden das SW-Ufer der Insel und bieten den schon angesprochenen Klippen-bewohnern unter den Meeresvögeln geeig-nete Brutmöglichkeiten, im Hintergrund die

"Lange Anna".

 

Foto: 27.05.2018

Die durch Verwitterung entstandenen Felsbänder - weiches Material verwittert schneller als härteres - werden von Trottel-lummen, Tordalken, Dreizehenmöwen, Basstölpeln und Eissturmvögeln genutzt.

 

Foto: 27.05.2018

Highlight 1

Rosenstar W       27.05.2018

Diverse Beobachter konnten den Vogel, der sich auf dem alten Sportplatz aufhielt, ihrer Liste hinzufügen. Jochen Dierschke meldete für den 30.05. zwei Ex. auf dem Oberland.

DAK-Art   Näheres

Highlight 2

ein auf die Insel verschlagener und kaum scheuer Mornellregenpfeifer im PK

Näheres

 

 

Foto: 27.05.2018

Alkenvögel (Alcidae) sind eine Familie aus der Vogelordnung Regenpfeiferartige, kommen nur auf der Nordhalbkugel vor und ähneln mit den weit hinten am Körper angesetzten Beinen den Pinguinen, die nur auf der Südhalbkugel zu finden sind; daher auch die Bezeichnung "Pinguine des Nordens".

Tordalk / Razorbill   -Alca torda-

von der ähnlich befiederten Trottellumme anhand des kräftigen Schnabels mit weißen Linien und dem längeren Schwanz zu unter-scheiden; Brut in NW- u. N-Europa an Fels-klippen;   L 38-43 cm, S 60-69 cm

Foto: 29.06.2018

Tordalk-Paar im Bereich des Lummenfelsen;

jedes Jahr brüten einige Paare auf Helgoland, was einen Besuch der Insel in der Brutzeit

(A 5 - A 6) für Interessierte lohnend macht, 2018: 54 Brutpaare (BP). Sie zwischen den Trottellummen zu entdecken ist nicht einfach. Ein Ei wird von beiden Partnern bebrütet, die auch gemeinsam das Junge versorgen, welches nach 14-22 Tagen das Nest verlässt und mit den Eltern auf das Meer hinaus-schwimmt.  Foto: 27.05.2018

Fotos: 29.06.2018

Trottellumme / Common Murre   -Uria aalge-

pinguinähnlicher Meeresvogel des Nordens, verbreitet in Großbritannien, Island, Inselgruppen des Nordatlantik, regional Skandinavien, lokal Helgoland, hier 2962 BP in 2018;   L 38-46 cm (ohne etwa 4 cm überstehende Füße),

S 61-73 cm

Foto: 29.06.2018

Koloniebrüter auf Felsbändern steiler Küsten-klippen; ein Ei - birnenförmig (rollt daher nicht herunter) - wird direkt auf den Boden gelegt und vom stehenden Vogel bebrütet; Altvögel erkennen das eigene Ei an Flecken-muster und später Stimme des Kükens: noch nicht flugfähige Küken springen im Alter von drei Wochen vom Felsen (Lummensprung) und werden auf dem Meer nur vom Männchen betreut.         Foto:27.05.2018

Foto: 29.06.2018

Dreizehenmöwe / Black-legged Kittiwake   -Rissa tridactyla-

Koloniebrüter an Steilklippen auf Vorsprün-gen, Bändern und in Nischen; deutliches Unterscheidungsmerkmal zu anderen ähnlich großen Möwen: Beine dunkelbraun bis schwärzlich, Schnabel gelblich

L 37-42 cm, S 93-105 cm

Das Nest aus Gras, Seegras, Tang und Schlamm bildet einen festen Sockel mit gut ausgebildeter Mulde, in die zwei Eier gelegt und von beiden Partnern bebrütet werden. Nach dem Schlupf werden die Jungen bis zu 5 Wochen lang von einem Elternteil bewacht, während der andere für Nahrung sorgt. Aus diesem leeren Nest können Großmöwen Eier bzw. Küken geräubert haben.   2018: 3227 BP        Foto: 29.06.2018

Silbermöwen-Pullus

Neben der Dreizehenmöwe brüten auf Helgoland auch Silber- (98 BP), Herings- (450 BP) und Mantelmöwen (4 BP).

Quelle für Brutpaarzahlen: Aushang Institut für Vogelforschung "Vogelwarte Helgoland"

Foto: 29.06.2018

Ruderfüßer (Pelecaniformes)  sind eine Ordnung der Vögel, zu der u.a. die Familien der Tölpel, Kormorane und Pelikane zählen. Benannt sind diese Wasservögel nach dem Bau der Füße, bei denen alle vier Zehen durch eine Schwimmhaut verbunden sind, einschließlich der nach vorne und innen gerichteten Hinterzehe.  Foto: 29.06.2018

Ein weiteres allen Familien gemeinsames Merkmal ist das Fehlen eines Brutflecks. Alle Ruderfüßer haben im Kehlbereich unbefiederte Haut, die einen mehr oder weniger großen Kehlsack bildet. Nasenlöcher sind geschlossen oder extrem verkümmert.

Alle Arten dieser Ordnung fangen ihre Nahrung, überwiegend Fisch, unter Wasser. Außer bei Schlangenhalsvögeln und Kormoranen – nur die Federn unterhalb des Deckgefieders sind wasserabweisend – ist dies bei den anderen Mitgliedern der Ordnung für das gesamte Gefieder gegeben.

Typisch für die Arten dieser Ordnung ist, dass sie große Nistkolonien gründen. Sie befinden sich häufig auf entlegenen Inseln und Klippen. Die meisten Arten bauen kompakte Nester, die von beiden Partner gebaut werden. Die Jungen sind beim Schlupf hilflos und werden von den Elternvögeln mit hochgewürgtem Futter ernährt.

Basstölpel adult; Foto: 29.06.2018

Basstölpel / Northern Gannet    -Morus bassanus-

Brut an oder auf nordatlantischen Meeresklippen, außerhalb der Brutzeit teilweise vor Ort bleibend, aber auch bis ins Mittelmeer und vor Westafrika ziehend; jagt stoß-tauchend nach fetthaltigen Fischen, bes. Hering und Makrele

L 85 - 97 cm, S 170 - 192 cm

Augenstellung ermöglicht perspektivisches Sehen
brütende Basstölpel im Bereich "Lange Anna"; Foto: 27.05.2018

Auf geschätzt Halslänge Abstand brütet die Art in mehr oder weniger großen Kolonien.

2018 gibt es auf Helgoland 1001 BP.

Quelle: Aushang Institut für Vogelforschung "Vogelwarte Helgoland"

Foto: 27.05.2018

Basstölpel K3/K4 am Rande der Kolonie

noch nicht reproduktionsfähig, meist ist dies erst ab dem 5. KJ der Fall; typisch ist die dunkle Sprenkelung von Schwingen und Rücken

 

Foto: 27.05.2018

Zimperlich geht es bei den Paaren nicht zu. Doch ist dies instinktives Verhalten. Die Art lebt monogam. Außerhalb der Brutzeit halten sich die Partner oft an unter-schiedlichen Orten auf, finden aber bei Rückkehr zur Kolonie wieder zueinander.

Fotos: 29.06.2018

Bestimmte Verhaltensweisen zeigen an, ob ein Vogel verpaart ist. Dies zu beschreiben sprengt hier den Rahmen.

weitere Infos  hier

 

 

Foto: 29.06.2018

Foto: 29.06.2018

In der Kolonie findet der Beobachter verschiedene Stadien der Reproduktion.

Basstölpel bebrüten nur ein Ei. Dies liegt in einem Nest, welches einen +/- großen Anteil an Plastikmüll aufweist. Dieser wurde an der Meeresoberfläche treibend aufgenommen und zum Nistplatz gebracht. Foto: 29.06.2018

Fotos: 29.06.2018

Ein erst kürzlich geschlüpftes Junges, bei dem der Eizahn zum Öffnen der Eischale noch nicht abgefallen zu sein scheint.

etwas älterer Jungvogel gegenüber der oberen Fotokombination

 

 

 

 

Foto: 29.06.2018

Jungvogel mit voll entwickeltem Dunen-gefieder, welches nicht dem Jugendkleid entspricht.

 

 

 

Foto: 29.06.2018

Oft bringt der zum Nest zurückkehrende Brutpartner Nistmaterial mit, um das Nest weiter auszustaffieren. Leider besteht dies nicht immer aus organischen Stoffen wie hier.                                                      Fotos: 27.05.2018

Sehr oft ist dies von der Meeresoberfläche abgesammelter Plastikmüll vielerlei Art, ins-besondere aber aus der Fischerei stammender Abfall. In diesem wohl schon länger genutzten Nest hat sich ein Berg Netz- und Leinenreste aus Kunststoff angesammelt.

Foto: 27.05.2018

Der von den Basstölpeln für ihre Nester gesammelte Müll kann nicht nur ihnen selbst einen elendiglichen Tod bringen, sondern auch anderen Arten wie den Trottellummen (re.).

Eissturmvogel 29.06.2018

Röhrennasen (Procellariiformes) sind eine Ordnung ausgeprägter Hochseevögel, zu denen Albatrosse, Sturmvögel, Sturmtaucher und Sturmschwalben gehören. Die großen Arten können stundenlang über dem Meer segeln, ohne mit den langen, schmalen Flügeln zu schlagen. Sturmschwalben als die kleinsten Arten schlagen ihre kürzeren Flügel schnell und flatternd. Kurze Schnäbel mit Hakenspitzen und röhren-förmigen Nasenöffnungen, durch die das Salz des Meerwassers ausgeschieden wird, sind typische Merkmale. Nahrung bieten überwiegend Fische, Mollusken, Krebstiere.

Eissturmvogel Foto: Fredi Dubach (CH), 18.06.2018, Helgoland

Eissturmvogel / Northern Fulmar    -Fulmarus glacialis-

Ordnung: Röhrennasen, Familie: Sturmvögel, Gattung: Eissturmvögel

Brut in Nordeuropa in lockeren Kolonien auf Felsbändern steiler Meeresklippen, in Erdhöhlen unzugänglicher Böschungen, lokal auch offen an Gebäuden; am Brutplatz tagaktiv anders als die Verwandten. Verteidigung gegen Prädatoren und Nesträuber durch Ausspeien des öligen Magensaftes; L 43 - 52 cm, S 101 - 117 cm

Helgoland 2018: 51 BP 

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Aktualisiert am:

22.09.2018

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