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Freizeitgelände bei Hooksiel in Teilen gefährdet!?

Aktuell

Der Gemeinderat hat am 12.12.2017 der 102. Änderung des Flächen-nutzungsplanes Freizeitgelände Hooksiel West einstimmig zugestimmt. Es wurde aber vom Planungsbüro (Herr Lux) deutlich gemacht, dass die Einwendungen des NABU Niedersachsen, der NABU-Gruppe "Jever und umzu" sowie anderer an dem Schutz der Umwelt interessierter Vereine und Personen ernst genommen werden. Der Waldbereich soll nicht angetastet werden. Derzeit lägen noch keinerlei Planungen für den überplanten Bereich vor. Diese Aussage wurde vor Zeugen (Presse, Bürger) getätigt.

In einem Bebauungsplanverfahren ist eine Erfassung der Arten (Fauna, Flora) nötig. Einer rein rechtlich möglichen Waldumwandlung sind aber hohe, gesetzlich verankerte Hürden gesetzt.

Jeversches Wochenblatt 2017-11-30

Das Freizeitgelände liegt zwischen dem Hooksieler Binnentief (= Hooksmeer) im Süden und der Bäderstraße entlang des Seedeiches im Norden. Im Osten bildet die Schleuse, im Westen der Deich zwischen Feriensiedlung >Lange Drift< und Trab-rennbahn, auch Jade-Rennbahn genannt, die Grenze.

Das Areal befindet sich im Besitz des Landes Niedersachsen und wird von N-Ports verwaltet.

Kartenausschnitt aus der TK 25 2314 Hooksiel, 2. Auflage 2009

(C) LGLN 2017 mit Genehmigung vom 10.01.2017

www.lgln.de

Entstehung

Die von 1971 – 1974 betriebene großflächige Eindeichungsmaßnahme im Bereich des Voslapper Grodens und die damit verbundene Aufspülung der Küstenflächen östlich von Hooksiel haben für diesen Ortsteil der Gemeinde Wangerland eine hohe Bedeutung.

"Im Rahmen dieser Maßnahme wurde 1972 das ca. 125 ha große Freizeitgelände nördlich des Hooksmeeres geschaffen. Hierbei handelte es sich zuerst um gehölzfreie Grünflächen, die dann nach und nach durch Anpflanzmaßnahmen ergänzt worden sind. Im Rahmen der weiteren Entwicklung wurden durch den konkreten Bedarf an touristischen Infrastruktureinrichtungen Anlagen wie die Trabrennbahn, die Sport-platzanlagen, die Yacht- und Sporthäfen, die Wasserskianlage und auch hafen-orientiertes Gewerbe angesiedelt bzw. geschaffen."

Quelle:

Gemeinde Wangerland, 102. Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP)  "Hooksiel Freizeitgelände-West"  Begründung mit Umweltbericht, Entwurf  (pdf-Seite 4, s.u.)

Der Kernbereich des Freizeitgeländes wurde bis 1988 durch Aufforstungsmaßnahmen modelliert. Ziel der Maßnahmen war, "einen für Natur und Landschaft ursprünglichen Bereich zu schaffen, der zum anderen auch durch eine gemäßigte touristische Nutzung in Anspruch genommen werden kann. Mit der Durchführung dieser Aufforstungen wurde die Grundlage für eine im gesamten Küstenbereich einzigartige naturbelassene Fläche geschaffen."

Quelle:

Gemeinde Wangerland, Erläuterungsbericht zur 15. Flächennutzungsplanänderung "Nutzungskonzept Freizeitgelände Hooksiel"  (pdf-Seiten 8-9, s.u.)

So hat sich dort eine Wildnis entwickelt, die nur von 2 – 3 Fuß- und Reitwegen und den Zufahrten zum Seesegeln, Surfclub und Wasserski durchzogen wird. Pflege-maßnahmen werden nur im Bereich dieser Wege betrieben, um der Verkehrs-sicherungspflicht Genüge zu tun. Ein Mini-Urwald konnte sich so entwickeln.

Bei der 15. FNP-Änderung im Jahre 1998 wurde das Freizeitgelände in Sonderbau-flächen für verschiedene Nutzungsformen (orange, s. Planzeichnung) und naturbelassene Bereiche eingeteilt. Letztere sind als "entwicklungsfähige Kernbereiche für Natur und Landschaft" ausgewiesen. Diese FNP-Änderung ist rechtswirksam.

Planzeichnung 15. FNP-Änderung, bearbeitet v. V.K.Prüter
Planzeichnung zur 15. FNP-Änderung
15-Aendrg FNP Hooksmeer-1sym.JPG
JPG Datei [5.5 MB]
Erläuterungsbericht zur 15. Flächennutzungs-planänderung "Nutzungskonzept Freizeitgelände Hooksiel"
15_FNP_Ä Begründung.pdf
PDF-Dokument [798.7 KB]

Luftbild "Freizeitgelände West und Mitte "

Quelle: www.bing.com/maps

mit Erläuterungen durch V.K.Prueter

Die 102. FNP-Änderung betrifft den westlichen Bereich des Freizeitgeländes vom Deich bei der Trabrennbahn bis zur Zufahrt zum Leistungszentrum Seesegeln WHV, eine Fläche von ca. 56 ha (Gesamtfläche Freizeitgelände ca. 125 ha, s.o.).

Quelle: 102. FNP-Änderung (pdf-Seite 6)

Geschätzt etwas mehr als die Hälfte des Freizeitgeländes-West wurde schon im Jahre 1998 als Sonderbauflächen ausgewiesen (s. Planzeichnung oben).

102. Änderung des FNP "Hooksiel Freizeitgelände-West" Begründung mit Umweltbericht Entwurf
Hoo Frztgl W Begruendung_102.pdf
PDF-Dokument [710.2 KB]

Luftbild "Freizeitgelände West"

Quelle: www.bing.com/maps

Die grüne Linie umfasst das in der

102. FNP-Änderung überplante Gebiet und damit einen erheblichen Anteil des sich selbst überlassenen Areals.

amtliche Bekannt-machung der Gem. Wangerland in der Nordwest Zeitung am 16.09.2017 zur 102. Änderung des Flächennutzungs-planes

 

Die folgenden Fotos sollen einen Eindruck des Ist-Zustandes geben.

Veränderungen können hurz- bis mittefristig erfolgen. Schon im kommenden Herbst / Winter könnte versucht werden, Nägel mit Köpfen zu machen, indem in einigen Bereichen die Motorsäge angesetzt und tabula rasa gemacht wird, um Fakten zu schaffen.

Wer das nicht will, muss gegenüber Rat und Verwaltung der Gemeinde Wangerland dies am besten in Schriftform kundtun. Besonders die Hooksieler und ihre Gäste, aber auch alle anderen Erholung Suchenden sollten dies tun.

Fotos/(C) V.K.Prueter am 14.06.2017

Die "Pferdeweide" ist schon in der 15. FNP-Änderung enthalten. Mit ihrer touristischen Nutzung (Hotel, Ferienhäuser o.ä.) ließe sich leben.

Die Sichtachse vom "Dietrichsberg" (15 m ü. NN) auf die Marina der WTG zu erweitern könnte eine Folge der erweiterten touris-tischen Nutzung sein. Ob es so spannend ist, auf Segelboote zu schauen statt die Natur zu genießen, muss jeder für sich selbst ent-scheiden.

Relativ gut versteckt liegt ein Teich mit Insel, der von einigen Wasservogelarten als Brut- und Rastbereich genutzt wird. Dazu demnächst mehr.

Ein fast vollständig verlandetes Gewässer liegt am Südrand des Plateaus.

Um das Plateau finden sich je nach Nieder-schlagsmenge sumpfige Bereiche, die ver-schiedenen Amphibien als Fortpflanzungs-stätte dienen.

Der nördliche Fuß-/Radweg, der parallel zum Reitweg und der Bäderstraße verläuft, bleibt vielleicht erhalten.

Das Gelände zwischen den Wegen blieb über mindestens drei Jahrzehnte sich selbst überlassen. So entwickelte sich die Natur unbehindert vom Menschen. Eine dichte Kraut-, Strauch- und Baumschicht entstand und bietet zahlreichen Tieren Lebensraum und Fortpflanzungsstätte. 

Ergänzungen folgen!

Aktualisiert am:

21.08.2018

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Volker K. Prueter

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26434 Hohenkirchen

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Tel. 04463-1217

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