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Die FELDLERCHE = Vogel des Jahres 2019

Feldlerche / Foto: Manfred Delpho, 30.06.2006 Quelle: Foto anklicken

Die Feldlerche (Alauda arvensis) aus der Familie der Lerchen besiedelt fast ganz Europa (außer Island). Sie bewohnt nicht zu feuchtes, offenes Kulturland mit niedriger und gerne lückenhafter Vegetation. In Mitteleuropa ist die Art weitgehend an landwirtschaftlich genutzte Flächen gebunden, weshalb sie in Deutschland auf der Roten Liste in Kategorie 3 = gefährdet eingestuft wird. Dies ist durch die intensive Landwirtschaft und deren Folgen begründet.

Je nach geografischer Verbreitung ist die Feldlerche Standvogel bis Kurzstrecken-zieher. Nördliche und östliche Populationen ziehen, heimische nur bei widrigem Wetter. In Gesamt-Europa ist die Art ein noch häufiger Brutvogel und gilt trotz teilweise deutlicher Bestandsrückgänge in Teilen des Verbreitungsgebietes weltweit als ungefährdet.

Feldlerchen sind besonders auf Ackerflächen, aber auch auf Grünland gut getarnt. Am ehes-ten fallen die Männchen bei ihrem Revierge-sang in der Luft auf.

Diese Bodenbrüterart findet ihre Hauptbrut-habitate auf gedüngten Wiesen, Weiden und Äckern.        

L 16-18 cm, S 30-35 cm                                   Foto: V.K. Prueter, 02.06.2014, Schi

Der STAR ist der Star = Vogel des Jahres 2018

Alle Fotos (C) by Volker K. Prueter, wenn nicht anders angegeben

10.05.2016, Schillig

Gemeinsam bestimmen der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landes-bund für Vogelschutz in Bayern (LBV) den Vogel des Jahres und dies seit 1971.

2018 ist dies der wohl allseits bekannte Star, eine Singvogelart aus der Familie der Stare (Sturnidae). Der Star (Sturnus vulgaris) ist in Eurasien der häufigste Vogel aus der genannten Familie.

Verbreitung

Durch Einbürgerung auf anderen Kontinenten ist er einer der häufigsten Vögel auf der Erde. Beobachten kann man ihn außer in Europa in Nordamerika, südliches Afrika, SO-Australien und Neuseeland.

Die mediterranen Gebiete Europas dienen ihm nur als Winterquartier. Hier wird die Familie der Sturnidae durch den Einfarbstar als Brutvogel vertreten.

Aussehen

Mit einer Körperlänge von 19 bis 22 cm ist die Art etwas kleiner als die Amsel. Der Schwanz ist im Vergleich zur Amsel deutlich kürzer. Die Flügel wirken im Flug dreieckig und spitz. So lassen sich Stare auch im Flug relativ leicht erkennen.

Im Schlichtkleid sind die Körperfedern schwärz-lich mit metallischem Glanz in je nach Lichtein-fall unterschiedlichen Farbtönen u. haben helle Spitzen. Der ganze Körper erscheint dadurch hell gepunktet. Schwingen u. Steuerfedern sind schwarzbraun mit hellbräunlichen Säumen.

29.04.2013, Hor

Das Prachtkleid entsteht im Frühjahr durch Abnutzung der hellen Spitzenflecken des Körpergefieders, der Körper ist dann insge-samt schwärzlich und metallisch glänzend. Der Schnabel ist im Prachtkleid gelb, im Schlichtkleid schwärzlich, die Beine rotbraun.

01.04.2013, Schi

Bei diesem Altvogel haben sich alle hellen Spitzenflecken abgenutzt. In der anstehenden Mauser erfolgt die Aus-bildung des SK, der Schnabel ist in der Umfärbung begriffen.

16.07.2014, Schi

Das Gefieder frisch ausgeflogener Stare ist erdbraun. Im Verlaufe des Sommers verlieren die Jungstare das Jugendkleid. Unter ihm kommt das Schlichtkleid zum Vorschein.                        05.08./12.08.2012, Schi

Gesang

Der Gesang wird meist von einer exponierten Warte vorgetragen, während der Brutzeit oft in unmittelbarer Nähe zur Bruthöhle. Intensiv singende Stare sträuben das Gefieder und flattern mit den gespreizten Flügeln. Der Star ist für sein „Spotten“ berühmt, also für seine Fähigkeit, Tierstimmen und Laute zu imitieren.

Trupp Stare am W'meer am 23-01-2013

Zugverhalten

Viele kennen vielleicht noch das Kinderlied „Amsel, Drossel, Fink und Star“, welches darauf hinweist, dass der Star ein Frühlingsbote ist. Dies trifft nur bedingt zu, denn Stare tauchen auch schon mal im Januar/ Februar an Futterstellen auf u. nehmen reife Äpfel und Fettfutter an. Ersteres hängt mit dem Zugverhalten der Art zusammen. Die Fachwelt bezeichnet sie als Teilzieher, d.h. je nach geografischer Lage des Brutgebietes zieht die Mehrzahl der mitteleuropäischen Vögel in ihre Winterquartiere im Mittelmeeraum o. im atlantischen Westeuropa. Die „Nordeuropäer“ verlassen ihr Brutgebiet fast vollständig. Stark abhängig ist der Wegzug vom Nahrungsangebot u. dem Wetter. Die Rückkehr in die Brutgebiete erfolgt ab Mitte Februar im Süden. Je weiter nördlich das Brutareal liegt, desto später erfolgt das Eintreffen.

Reproduktion

Stare sind Höhlenbrüter, die nicht sehr wählerisch in der Auswahl des Nistplatzes sind. Baumhöhlen sind natürliche Nist-gelegenheiten, Nistkästen mit einer entspre-chend großen Fluglochöffnung werden gerne angenommen, doch auch unter Dachziegeln o.ä. wird ein eher unstrukturiertes Nest gebaut. Der Star muss nur einen Zugang haben, was durch moderne Bauweise immer schwieriger geworden ist.                       11.05.2017, Pievens

Wanderungen

Ab Mitte Juni bis Anfang August machen vor allem die Jungvögel der nordöstlichen Populationen einen sogenannten Zwischenzug; die Zugrichtung liegt meist schon in Richtung des Winterquartiers.

Die ab Mitte Juni selbstständigen Jungvögel bilden sofort Schwärme, die sich in nahrungsreichen Gebieten konzentrieren, diese Schwärme werden durch den Zwischenzug der Jungvögel nordöstlicher Populationen immer größer mit einem Maximum im Juli. Nachts werden gemeinsame Schlafplätze genutzt, diese Schlafplätze liegen vor allem in größeren Schilfgebieten, aber auch in Baum- und dichten Strauch-gruppen, häufig auch in Stadtzentren.

Im Winterquartier können diese Schlafgemeinschaften mehr als 1 Million Individuen umfassen. Die Stare sammeln sich an Vorsammelplätzen, meist auf exponierten Strukturen wie hohen Bäumen oder Stromleitungen. Von dort fliegen sie dann in Trupps oder größeren Schwärmen geschlossen zum eigentlichen Schlafplatz. Kleinere Trupps fliegen den Schlafplatz meist niedrig an. Große Schwärme mit mehreren Tausend Individuen bilden über dem Schlafplatz häufig eine Wolke, aus der die Stare dann schlauchförmig nach unten fliegen.   Starwolken Sept. 2014

03.09.2014, Schillig

Bestandsentwicklung

Bei dem Anblick einer solch großen Zahl von mehreren Zehntausenden Individuen einer Vogelart könnte man meinen, es gäbe Stare en masse. Doch dem ist leider nicht so. Etwa seit Mitte der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts werden in Nordwest- und Nordeuropa starke Bestandsrückgänge verzeichnet, die zum Teil auf den Rückgang von Weideflächen und intensiven Pestizideinsatz zurückgeführt werden, aber wohl auch klimatische Ursachen haben. Der zunehmende Mangel an Nistmöglichkeiten mag auch noch eine Rolle spielen.

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Aktualisiert am:

15.11.2018

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