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Konflikte auslösend:

Der (Grau-)Wolf (Canis lupus)

Video (43 min)     Erklärungen zum Wolf

Video (44 min)     Wölfe und Herdenschutzhunde

Video (43 min)     Im Wolfsgebirge der Ostkarpaten

Aktuelles

Dritter Wolf geschossen

Abschuss einer ein- bis zweijährigen Wölfin aus dem Rodewalder Rudel in der Nacht vom 06. auf den 07. April 2021 wird durch die Pressemitteilung des MUEBK positiv hervor-gehoben. Der rechtliche Hintergrund aus Sicht des Ministeriums wird gleich mitgeliefert (s. Pressemitteilung).

Fragen:

Haben wir nicht in Niedersachsen seit dem 01.04. die offizielle Brut- und Setzzeit, in der Eingriffe in die Natur nicht statthaft sind? Hier wurde ein Präzedenzfall geschaffen!

Wie reagieren die Naturschutzverbände wie NABU, BUND usw. auf die aus meinem Verständnis offensichtllich illegalen Abschüsse?

Abschuss eines Wolfes aus dem Rodewalder Rudel bei Nienburg/Weser
Pressemitteilung des Umweltministeriums mit rechtlicher Darstellung, warum der Abschuss legal sein soll.
MUEBK PI 044-2021 abschuss Wölfin Rodewa[...]
PDF-Dokument [644.9 KB]

Wolfsabschüsse illegal

Christian Meyer, Grünen-Fraktionsvize und naturschutzpolitischer Sprecher, bezeichnet die im Februar bei Löningen (CLP) und im Raum Ebstorf (UE) getöteten Tiere "im wahrsten Sinne des Wortes als Bauernopfer".

Nach Einschätzung des Bundesumweltministeriums und des NLWKN handelte es sich bei beiden um weibliche Tiere aus 2020. Deren Abschuss sei nach der Genehmigung des Umweltministeriums verboten.

Die von Umweltminister Lies beauftragten Schützen seien wohl nicht fachlich so qualifiziert, dass sie die Wölfe nach Alter und Geschlecht identifizieren können.

Quelle: NWZ 2021-04-07, S.5

zur Pressemitteilung der Grünen

Wölfin erlegt

Im Landkreis Uelzen hat ein Jäger eine Wölfin erlegt. Das Umweltministerium verwies auf eine Ausnahmegenehmigung. Nun soll geklärt werden, ob das Tier zum "Ebstorfer Rudel" gehört hat.

Quelle: NWZ 2021-03-02, S. 5

mein Kommentar:

Steckt System hinter dem Abschuss von möglicherweise tragenden Wolfs-Fähen, um zu verhindern, dass Nachwuchs zur Welt kommt?

 

Erlegter Wolf im Landkreis Uelzen

Lies: „Kontrollierte, konsequente Entnahme durch die öffentliche Hand ist der richtige Weg."

PI 030/2021 (2021-03-01)

Der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies kommentiert die heute vom Landkreis Uelzen bekannt gegebene Entnahme eines Wolfes wie folgt:
„Am Wochenende wurde auf Basis einer Ausnahmegenehmigung des Landkreises ein Wolf auf dem Territorium des Ebstorfer Rudels erlegt. Die kontrollierte, konsequente Entnahme einzelner Tiere aus besonders auffällige Rudeln durch die öffentliche Hand ist für mich der richtige Weg. Denn eine solche Ausnahmegenehmigung erfolgt immer nach sehr sorgfältiger Prüfung und sie erfolgt nur, wenn diese verhältnismäßig ist. Die Alternative wäre, dass verzweifelte Weidetierhalter im Zweifel irgendwann selbst zum Gewehr greifen. Soweit darf es nicht kommen. Ein Leben mit dem Wolf bedeutet, dass wir eben auch damit leben lernen, dass immer wieder einzelne Tiere durch den Staat kontrolliert und nach sorgsamer Prüfung entnommen werden.“

Herausgeber: Nds. Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz

NABU Niedersachsen Pressemitteilung 2021-02-23 Wolfsmanagement in Nds destruktiv
In der PM werden Daten aufgelistet, die den Daten des LdMU z. T. entgegenstehen.
NABU NI PM 2021-02-23 wolf.pdf
PDF-Dokument [199.6 KB]

Abschuss eines Wolfes aus dem Rudel Herzlake bei Löningen

Vom 10. auf den 11.02.2021 wurde eine Wölfin (Fähe) im Geltungsbereich einer Abschuss-Ausnahmegenehmigung erschossen. Allerdings galt diese Genehmigung nicht für eine - möglicherweise schon tragende - Fähe, sondern für einen Rüden (GW1111 n). Da aber im Gelände eine eindeutige Identifizierung kaum möglich sei, so Umweltminister O. Lies, und es zahlreiche Schadensereignisse durch des Rudel Herzlake in den vergan-genen Monaten gegeben habe, sei der Abschuss rechtlich gedeckt.

vollständige Presseinformation s. pdf PI 023/2021

meine Meinung:

Ich hoffe, es erfolgt eine Anzeige gegen den Minister und den unbekannten Schützen mit anschließender rechtlicher Klärung. Da dieser Wolf nicht hätte geschossen werden dürfen (s. Ausnahmegenehmigung), wird, kommt es zu keiner richterlichen Ent-scheidung, weiteren illegalen Abschüssen Tür und Tor geöffnet. Wie sich der Ingenieur und zeitweilige Minister Lies anmaßen kann, die Rechtslage zu beurteilen, ist schon erstaunlich.

Auf das Herzlaker Rudel soll lt. Umweltministerium vorläufig keine Jagd mehr erfolgen. Zuerst soll die Identität der geschossenen Wölfin geklärt werden.

Quelle: Nordwest Zeitung 2021-02-13, S. 7

Vielleicht hat sie dann doch an mind. einem Nutztierriss mitgewirkt und so ist dann plötz-lich alles wieder ganz legal. Diese Trickserei!

NABU Pressemitteilung 2021-02-12
kritische Stellungnahme zum Wolfsabschuss bei Löningen
NABU NI PM 2021-02-12 wolfsabschuss löni[...]
PDF-Dokument [419.0 KB]
PI 023/2021 Abschuss eines Wolfes aus dem Rudel Herzlake bei Löningen
Umweltminister O. Lies (Nds) rechtfertigt den Abschuss eines Wolfes, für den keine Ausnahmegenehmigung vorliegt. (2021-02-11)
MUEBK NI Abschusss Wolf Löningen.pdf
PDF-Dokument [407.3 KB]
Wolfsberater entlassen - Abschussgenehmigungen für Wölfe geheim
PI 016/2021 vom 02.02.2021
LdMU PI 016-2021 Wolf.pdf
PDF-Dokument [217.7 KB]

Abschussgenehmigung für Rodewalder Rüden verlängert

PI 159/2020

Nach Maßgabe des niedersächsischen Umweltministeriums wurde am 11.12.2020 die Ausnahmegenehmigung zur Tötung des so genannten Rodewalder Rüden (GW717m) bis zum 15.04.2021 verlängert. „An der Notwendigkeit dieser Entscheidung hat sich nichts geändert“, so Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies. „Es ist auch weiterhin davon auszugehen, dass der Wolfsrüde seine Fähigkeit, zum Selbstschutz befähigte Tierherden anzugreifen und zu reißen, beibehalten hat. Und es ist auch weiterhin zu erwarten, dass er diese Fähigkeit an andere Tiere des Rudels weitergibt. Die ursprünglich erteilte Ausnahmegenehmigung konnte nicht umgesetzt werden, der zugrundeliegende Sachverhalt bleibt jedoch unverändert bleibt.“

Zuletzt war das Oberverwaltungsgericht Lüneburg mit seinem Beschluss zur Tötung von Wölfen in fast allen Punkten dem Niedersächsischen Umweltministerium gefolgt und damit das grundsäztliche Vorgehen bestätigt: Wölfe, die Herdenschutzmaßnahmen überwinden, müssen nicht geduldet werden. Weidetierhalter müssen ihre Tiere schützen, aber sie müssen sich nicht auf einen von Wolfsschützern geforderten „Rüstungswettlauf“ einlassen. Das Oberverwaltungsgericht hat damit wiederholt festgestellt: Eine rechtssichere Entnahme von Problemwölfen – wie im Fall von GW717m – ist in begründeten Einzelfällen möglich und richtig. Umweltminister Lies begrüßt die mit dieser und anderen Gerichtsentscheidungen erfolgte Klarheit: „Der Wolf ist streng geschützt, aber wenn er die Weidetierhaltung gefährdet, dann müssen wir handeln. Ich wünsche mir auch für dieses Vorgehen eine Akzeptanz in der Gesellschaft.“

Die Befristung der Ausnahmegenehmigung für GW717m bis zum 15.04.2021 stellt in artenschutzrechtlicher Hinsicht sicher, dass der enge zeitliche Zusammenhang zu den bisherigen Rissereignissen gewahrt bleibt. Aus tierschutzrechtlicher Sicht ist eine Befristung bis zum 15.04.2021 geboten – damit soll die Versorgung eventuell im Frühjahr geborener Welpen sichergestellt werden.

https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/abschussgeehmigung-rodewalder-ruede-195890.html

Niedersächsische Wolfsverordnung: Sachargumente statt Polarisierung
PM des NABU Niedersachsen
NABU NI PM 2021-01-06 wolfsVO.pdf
PDF-Dokument [410.4 KB]
NABU reicht EU-Beschwerde gegen Niedersächsische Wolfsverordnung ein
NABU NI PM 2021-01-05 wolfsjagd vs EU-Re[...]
PDF-Dokument [463.4 KB]

NABU: Wolf im Jagdrecht unterstützt Weidetierhalter nicht

Regierungskoalition blendet mit Aktionismus statt wirklicher Hilfe

 

Hannover – Am 3. November 2020 verkündete der CDU-Abgeordnete Frank Schmädeke, dass die Regierungskoalition im kommenden Novemberplenum einen Antrag einbringen wird, durch welchen der Wolf ins Jagdrecht in Niedersachsen überführt werden soll.

Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen, hierzu: „Der Entschließungsantrag ist blinder Aktionismus der Regierungskoalition und wird nicht zur Bestandsregulierung des Wolfes beitragen können, da dieser nach EU-Recht weiterhin geschützt ist. Weidetierhalter erfahren dadurch – anders als behauptet – zudem keinerlei wirkliche Unterstützung. Hier sind finanzielle Fördermittel für Weidetierhaltung und Herdenschutzmaßnahmen notwendig, die in Niedersachsen bisher nur unzureichend zur Verfügung gestellt werden.“

Des Weiteren schmückt sich die Landesregierung seit vergangener Woche mit der Vereinbarung des Niedersächsischen Weges, dessen Gesetzestext für besseren Natur- und Artenschutz voraussichtlich ebenfalls im Novemberplenum beschlossen werden soll. „Gleichzeitig über den Abschuss des Wolfes, einer streng geschützten Art, abzustimmen, konterkariert den ‚Niedersächsischen Weg‘ und die gemeinsamen Bemühungen für mehr Artenvielfalt in Niedersachsen“, so Dr. Buschmann.

NABU NIEDERSACHSEN-PRESSEMITTEILUNG | NR 125/20 |04. NOVEMBER 2020

Wolf soll nun ins Jagdrecht

Die Hartnäckigkeit von Bauern und Weidetierhaltern zahlt sich offenbbar aus: In Niedersachsen soll der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen werden. Nach Angaben des CDU-Landtagsabgeordneten Frank Schmädeke (Nienburg) hat sich die Regierungs-koalition von SPD und CDU auf einen entsprechenden Entschließungsantrag geeinigt. Er soll kommende Woche im Landtag eingebracht werden. Nach französischem Vorbild soll unter anderem eine Untergrenze für die Wolfspopulation festgelegt werden, so Schmädeke. Für die Entnahme der Tiere soll auch künftig das Umweltministerium zuständig sein.

Die Landesregierung wird zudem aufgefordert, sich in Berlin für eine Weidetierprämie für Schafe und Ziegen einzusetzen. Eine Akzeptanz für den Wolf sei nur zu erreichen, wenn die Weidetierhalter Unterstützung erhalten.

Quelle: NWZ 2020-11-04, S. 5

Wolfsrudel in Deutschland
Pressemitteilung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) vom 30.10.2020 zu der Zahl der Wolfsrudel im Monitoringzeitraum Mai 2019 - April 2020
BfN PM 2020-10-30 wölfe in D.pdf
PDF-Dokument [83.5 KB]

Elektrozaun soll Schafe auf dem Deich vor Wölfen schützen

Umweltministerium fördert Projekt mit 375.000 Euro

PI 093/2020

Der Deichverband Osterstader Marsch hat ein neues Projekt zum Schutz von Schafen gegen Wolfsangriffe gestartet, das vom Niedersächsischen Umweltministerium mit 375.000 Euro gefördert wird. Im Bereich der Osterstader Marsch entsteht ein 35 Kilometer langer Elektrozaun am rechtsseitigen Weserhauptdeich. Das Land erhofft sich von dem Projekt „Antworten auf die Frage, wie ein wolfsabweisender Schutz für Schafe auf dem Deich aussehen kann“, so Umwelt-staatssekretär Frank Doods. Eine Projektgruppe mit Vertretern des Ministeriums, dem Deichverband, Schäfern, dem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und dem Landkreis wird den Betrieb begleiten und am Ende bewerten.

In der Vergangenheit wurden immer wieder auch Schafe auf Deichen von Wölfen gerissen. „Deiche ohne Schafe sind aber undenkbar“, so Staatssekretär Doods, „sie pflegen die Deiche landesweit, das ist gute und fachlich anerkannte Praxis. Darum müssen sie vor Wolfsangriffen geschützt werden. Wir können aber nicht alle Deiche einzuzäunen, das wäre utopisch.“ Schließlich müssten rund 1200 Kilometer Deichlinie eingezäunt werden - für rund 30 Millionen Euro. „Darum soll dieses Projekt uns wichtige Hinweise geben, ob die Anforderungen der besonderen Herausforderung des Herdenschutzes am Deich technisch und finanziell lösbar sind“, so Doods. Der Elektrozaun soll mindestens bis zum Jahr 2024 Instand gehalten werden.

 

Dazu kann ich nur den Kopf schütteln.

Sieben Wolfsrudel mehr im Land

Laut Internet-Mitteilung der Landesjägerschaft gibt es in Niedersachsen jetzt 35 bestätigte Rudel, sieben mehr als bei der letzten Zählung. Vier neue Territorien (Lüneburger Heide, Landkreise Rotenburg/Wümme, Diepholz, Emsland) seien bestätigt. Drei Territorien wurden hochgestuft. (?) Des weiteren seien drei Wolfspaare ansässig.

Quelle: NWZ 2020-08-29, S. 1

Pressemitteilung des nds. Umweltministeriums vom 24.08.2020
vollständige PM; Abschussgenehmigung für den Rodewalder Rüden läuft seit Mitte Juli
PI 091-2020 GW717m.pdf
PDF-Dokument [418.6 KB]

Seit Erleichterung kein Wolf geschossen

Vor sechs Monaten wurde bundesweit die Tötung von Wölfen erleichtert. Seitdem wurde in Niedersachsen aber noch kein Wolf geschossen. Der Sprecher des Umwelt-ministeriums, G. Reichenbachs, führte aus, dass auf weitere Vorgaben des Bundes gewartet wird, bevor es zum Abschuss eines Problemwolfes komme. Vereinfacht ausgedrückt müsse geklärt werden, wie viele Wölfe wo leben müssen, um den Bestand zu sichern.

Quelle: NWZ 2020-08-14, S. 5

Länder zahlen mehr Entschädigung für Wolfsrisse aus

Die Ausgleichszahlungen aller Bundesländer für von Wölfen getötete Nutztiere seien deutlich gestiegen, berichtet das Nachrichtenportal t-online unter Berufung auf Zahlen der Landesregierungen. Seit der ersten Sichtung ( zur Chronik ) des Wolfs in D seien bis dato rund 1,7 Millionen € an sogenannten Billigkeitsleistungen gezahlt worden. Das seien rd. 600.000 € mehr als bis Mitte 2019 gezahlt wurde. Vor allem Thüringen, Sachsen und Brandenburg hätten deutlich mehr gezahlt. In Niedersachsen summiere sich der Schaden nur für 2020 auf bereits 187.664 €.

Quelle: NWZ 2020-08-13, S. 1

DNA-Test bestätigt: Rodewalder Rudel hat erneut Großtiere gerissen
Presse-Info vom 29.06.2020 des nds. Umweltministeriums
DNA bestätigt Rudel Rodewald.pdf
PDF-Dokument [406.4 KB]
OVG Lüneburg: Rechtssichere Entnahme von Problemwölfen bestätigt
Presse-Info vom 29.06.2020 des nds. Umweltministeriums
OVG Rechtssichere Entnahme von Wolf best[...]
PDF-Dokument [515.4 KB]

Wolf steht unter EU-Recht

Wölfe und bestimmte weitere Wildtiere stehen auch dann unter dem Schutz des EU-Rechts, wenn sie sich in Dörfern oder anderen menschlichen Siedlungen aufhalten. Das geht aus einem am Donnerstag in Luxemburg gefällten Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) hervor. Im konkreten Fall ging es um einen Wolf, der 2016 in einem rumänischen Dorf ohne Genehmigung eingefangen worden war, um ihn anderswo wieder auszusetzen (Az.: C-88/19). Die sogenannte Habitat-Richtlinie verpflichte die EU-Staaten, für bestimmte Tierarten ein strenges Schutzsystem "in deren natürlichen Verbreitungsgebieten" einzuführen, erklärte der EuGH. Natürliche Verbreitungsgebiete umfassten beim Wolf mehr als nur "natürliche Lebensräume" wie beispielsweise den Wald.     Quelle: NWZ 2020-06-12, S. 2

Meldung 16.05.20

Jeder wandernde Jungwolf darf wohl in Zukunft getötet werden. Wer beweist, dass ein Wolf weniger als 30m von einem Menschen entfernt ist? Der Abstand zwischen den Straßenbegrenzungspfählen beträgt auf gerader Strecke 50m. Bei einem Angriff auf Menschen kann ich das Resultat für den Wolf noch nachvollziehen, doch hat sich der Mensch vielleicht einfach nur falsch verhalten?                        m. M.: Umweltminister NI = Katastrophe

Kommentar unnötig

Wolf: Herdenschutz im Ländercheck

NABU vergleicht Herdenschutzförderung der Bundesländer

 

Quelle: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/deutschland/28019.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=200512+NABU-Spezial

 

Wölfe frei zum Abschuss

Wölfin (Fähe) GW242f aus Rudel Eschede und Wolf (Rüde) GW1027m aus Rudel Ebstorf wurden vom Umweltministerium (NI) zum Töten frei gegeben. Schon vor rund drei Wochen war dies für die Fähe GW965f im Territorium Herzlake erfolgt (genehmigt bis 15.04.20). Die anderen Genehmigungen gelten bis 30.06.2020, sind für die erstgenannte Fähe wegen evtl. Nachwuchses aber vom 15.04. bis 15.05. ausgesetzt.

Quelle: NWZ 2020-04-07, S. 5

Wolf im Kuhstall?!?!

In der Wesermarsch soll  ein neugeborenes Kalb von einem Wolf aus dem Stall geholt worden sein! So die Behauptung des Kreislandvolkes Friesland, vertreten durch den Kreislandwirt Hartmut Seetzen.

Quelle: NWZ 2020-04-02, S. 8

Keine Info, ob DNA-Proben genommen wurden! Stimmungsmache? Aufmerksamkeit erregen in Corona-Zeiten?

Jagd auf Problemwolf eingestellt

Das Land Niedersachsen stellt die Suche nach "GW717m" ein. Minister O. Lies räumt einen Misserfolg ein. Bis zum Januar 2020 soll die Jagd auf diesen einen Wolf ca. 100.000 Euro gekostet haben. Seit Juli 2019 (!) gab es in der Region keine Nutztierrisse mehr.

Quelle: NWZ, 2020-04-02, S. 5

 

NABU zum Rodewalder Wolf: Steuergelder sinnlos verschwendet

Herdenschutz muss nun verstärkt werden
Hannover – Über ein Jahr dauerte die erfolglose Jagd auf den Rodewalder Rüden an. Der NABU Niedersachsen erhob berechtigten Zweifel an der fachlichen Begründung zur artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung zur Entnahme von GW717m. Auch wies er auf die Schwierigkeit der Identifikation eines einzelnen Individuums hin. Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen, kommentiert:
„Endlich stoppt das Umweltministerium die unnötige Verschwendung von Steuergeldern zur Tötung des Rodewalder Rüden. Dieses Vorhaben hatte von Anfang an kaum Aussicht auf Erfolg. Äußerlich sind die Tiere aus der Entfernung nicht zu unterscheiden. Zudem stand es auf rechtlich sehr wackeligen Füßen. Das Umweltministerium nahm an, dass bei Rindern eine Herde als Grundschutz ausreichend sei. Jetzt sollten wir nach vorne schauen und verstärkt wirksame Herdenschutzmaßnahmen fördern.“

NABU NIEDERSACHSEN-PRESSEMITTEILUNG | NR 32/20 |01. APRIL 2020

Politik will Wölfe töten statt managen
Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes - Politik setzt auf Abschüsse von Wölfen statt auf effektiven Herdenschutz und bremst funktionierendes Wolfsmanagement aus
NABU NI PM 2020-02-17 wolf tot.pdf
PDF-Dokument [144.3 KB]

Wolfsrisse in Friesischer Wehde?  bestätigt durch DNA-Ergebnisse

Zwei Schafe, drei Lämmer und eine Ziege wurden zwischen dem 22. und 24.02. im Bereich Bohlenberge bis Etzel möglicherweise Opfer eines (?) Wolfes. An den drei Rissstellen nahmen Wolfsberater DNA-Proben.

Quelle: NWZ 2020-02-25, S. 1  und NWZ 2020-03-28, S. 11

Ob ein Schutz irgendeiner Art vorhanden war, dazu erfolgt keine Aussage.

Lies verstärkt Jagd auf Problemwölfe

Nach der Lockerung des BNatSchG durch den B-rat –[das Abschießen von Wölfen ist auch dann erlaubt, wenn nicht klar ist, welches Rudeltier genau Nutzvieh gerissen hat, und dies solange, bis keine weiteren Schäden mehr auftreten] - wird vom Umweltmini-sterium (NI) eine Wolfsverordnung erarbeitet, die das Schießen aggressiver Wölfe erleichtern und der Jägerschaft eine Rechtsgrundlage zu deren Tötung geben soll. „Auch ein drohender ernster Schaden reicht aus, um konsequent zu reagieren und Wölfe zu entnehmen.“ „Nicht jeder Wolf darf alles.“ (Zitate Lies). Lies fasst auch eine Regulierung des Wolfsbestandes bis zu einer noch nicht festgelegten Obergrenze ins Auge.

Quelle: NWZ 2020-02-15, S. 1

 

Synonym zu dem Begriff "killing fields" (tödliche Felder [für Tiere/Pflanzen bei einigen landwirtschaftlichen Arbeiten]) könnte ich schreiben "..... Lies" (tödlicher Lies [für die Wölfe]). Doch das ist zweideutig, daher misszuverstehen und ich will niemanden zu Idiotien animieren. Das ist also nicht wortwörtlich zu nehmen.

O. Lies reicht ein "drohender ernster Schaden" aus, um nicht nur Einzelwölfe, sondern ganze Rudel töten zu lassen. Die Jägerschaft hat nun bedingt "Feuer frei". Doch sollte kein/e Jäger/in, sofern er/sie einen Wolf erlegt hat, dies erzählen, nicht einmal im engsten Kreis, warnt H. Dammann-Tamke, Vorsitzender der Landesjägerschaft.

Wer sagt hier jetzt die Unwahrheit bzgl. der Kosten (s.u.): L-Minister Lies oder sein Ministerium?

Umweltminister Lies (NI) hofft auf vereinfachten Wolfsabschuss

Sollte es zu einer Aufweichung des Bundesnaturschutzgesetzes kommen, soll in NI eine neue Wolfsverordnung, die momentan erarbeitet wird, ab April verschiedenen Verbän-den zur Stellungnahme übermittelt werden. Die VO sieht vor, dass es keiner Abschuss-genehmigung für Einzelwölfe mehr bedarf, sondern dass in Problemgebieten ganze Rudel getötet werden dürfen.

Die Jagd auf den Leitwolf "GW717m" hat das Umweltministerium bislang ca. 100.000 € gekostet. Insgesamt haben Wölfe in 2019 das Land NI ca. 1 Mio. € gekostet, wovon ein Großteil für Schutzmaßnahmen und DNA-Analysen ausgegeben wurde.

Quelle: NWZ 2020-02-11, S 6

Wolfsrisse in der Wesermarsch? 

16 (Ovelgönne) und 3 (Seefeld) tote Schafe

In der Nacht vom 06. auf den 07.02. wurden 13 Schafe in Ovelgönne getötet, am 08. vormittags drei bei Seefeld. Da einige Schafe Kehlbisse haben, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass ein oder mehr Wölfe dafür verantwortlich sind. Die Analyse von DNA-Proben wird Aufschluss darüber geben.

Immerhin liegt es im Rahmen des Möglichen, dass wildernde Hunde die Verantwortlichen sind, da eine Züchterin im Dezember 2015 durch diese 27 Schafe verloren hat.

Quelle: NWZ 2020-02-10, S. 38 + 39

 

Am 11.02. wurden bei Ovelgönne erneut drei gerissene Schafe entdeckt. Auch hier wurden DNA-Proben genommen und eingeschickt.

Quelle: NWZ 2020-02-14, S. 44

 

Sollten die Risse zweifelsfrei dem Wolf zugeordnet werden können, ist in diesem Fall wohl leider eine Tötung unausweichlich. Geforderte wolfsfreie Gebiete kann es nicht geben, da immer wieder wandernde Einzelwölfe auftauchen und auch wieder verschwinden werden.

Wolf steckt hinter Angriff in Petersgroden

DNA-Test bestätigt Verdacht - Schäfer fordern Aufnahme ins Jagdrecht

Schafschutzmöglichkeiten wie Zäune, Esel oder Schutzhunde werden von den Schäfern Metzner sen. und jr. abgelehnt.

Quelle: NWZ 2020-02-06, S. 38

Viele Kilometer lang sind die Schafzäune auf der Binnenseite des Deiches, stehen aber nicht unter Strom. Für die Deichseeseite sollte doch eine vernünftige Lösung zu finden sein. Bei fachgerechter Erziehung der Schutzhunde greifen diese keine Menschen an, wohl aber frei laufende Hunde. Diese sind im Bereich von Schafen aber so oder so verboten.

 

War der Wolf in Petersgroden?

(Petersgroden liegt wie auch Idagroden binnendeichs zwischen Sande und Dangast.)

Auszug

Ein totes Schaf, zwei verletzte Schafe und eine "geschockte" Schafherde sollen ihre Ursache in einem Wolfsangriff haben. Davon sind sowohl der Landwirt Uwe Warnken als auch der Schäfer Kurt Metzner überzeugt. Beweise liegen für den Wolfsangriff nicht vor, doch wurden DNA-Proben zur Verifizierung bzw. Negierung der Behauptung genom-men. Sollte sich der Wolf als "Täter" herausstellen, wäre dies der zweite Nutztierriss im Landkreis Friesland nach Dezember 2017.

Quelle: NWZ 2019-11-21, S. 39

Wolf überspringt auch 1,25 Meter

Vier tote und acht verletzte (mussten eingeschläfert werden) Schafe gehen zu Lasten des/der Wolfes/Wölfe bei Löningen, der/die den Deichschäfer nun schon mehrfach heimgesucht hat/haben. Auch der neu installierte Elektrozaun, vom NLWKN zur Verfügung gestellt, von 1,25 m Höhe konnte keinen sicheren Schutz bieten. Die genommenen DNA-Proben werden untersucht, doch braucht dies (zu viel) Zeit. Vorher gibt es keine Entschädigungen.

Quelle: NWZ 2020-01-25, S. 9

 

Wolf in Moor im Saterland gefilmt

Am Dienstag, 21.01.2020, wurde ein Wolf im NSG Esterweger Dose (Lk CLP) gefilmt, welcher sich, nach der Quelle zu urteilen, typisch für einen zwei- bis dreijährigen wandernden Wolf verhielt.

Quelle: NWZ 2020-01-24, S. 1

Mindestens 105 Wolfsrudel im ganzen Land

In Deutschland leben >105 Wolfsrudel. Diese Zahl habe die Auswertung des Monitoringjahres vom 1.Mai 2018 bis zum 30. April 2019 ergeben, teilte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit. Das Vorkommen der streng geschützten Tiere konzentriere sich auf ein Gebiet von der sächsischen Lausitz (Sachsen 22 Rudel) über Brandenburg (41), Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern bis Niedersachsen (21). Ein Rudel bestehe meist aus drei bis elf Tieren - den Eltern und den Nachkommen der letzten zwei Jahre.

Insgesamt sind 257 erwachsene Wölfe erfasst. Zu den 105 Rudeln kommen 25 erfasste Wolfspaare sowie 18 sesshafte Einzelwölfe hinzu. Damit ist die Zahl der Rudel gegenüber dem Monitoringjahr 2017/18 (77 Rudel, 40 Paare, drei Einzelwölfe) deutschlandweit deutlich gestiegen.

Quellen: Grafik: Bundesamt für Naturschutz  Text: PM BfN 2019-12-02

Aktuelle Wolfszahlen der Bundesländer
Pressemitteilung des BfN
Wolf zahlen aktuell B-länder.pdf
PDF-Dokument [166.9 KB]

Abschussgenehmigung für Wolf "GW717m" verlängert

Quelle:  NWZ 2019-12-28, S. 1

Das Umweltministerium hat die Abschussfrist um einen weiteren Monat verlängert. Das Verfahren zum Abschuss des Tieres werde "weiter unter Hochdruck vorangetrieben". Laut Ministerium har dieser Wolf nachweislich rund 40 Nutztiere gerissen. Es bestehe die Gefahr, dass andere Rudelmitglieder die Technik und Vorgehensweise des Leitrüden erlernen würden.

 

persönliche Meinung:

Eine Verlängerung der Abschussfrist wird so lange erfolgen, bis "GW717m" tatsächlich tot ist (und vielleicht sogar das ganze Rudel?). Bei der bislang ausgegebenen Geldsumme - 83.000 € bis Ende Juli - , dem Aufschrei der Viehhalter und der Anti-Wolf-Bevölkerung sowie dem damit einhergehenden Rufverlust des Umweltministers Olaf Lies wird die Tötungslizenz bis zum St. Nimmerleins-Tag verlängert. Oder hat schon mal jemand einen Politiker erlebt, der nicht unbedingt an der Macht bleiben möchte und daher stets auf Wählerstimmen schielt? Immerhin hätte man mit dem Geld mind. 83 evt. gerissene Rinder ersetzen können, sofern es denn 1.000 € pro vom Wolf getötetem Rind gibt.

Ich habe mich schon gefragt, wovon denn das Rudel um den Wolf wohl seit Anfang des Jahres lebt? Von Nutzviehrissen war nichts zu lesen und die hätte das Ministerium bestimmt sofort bekannt gegeben, um die beabsichtigte Tötung zu untermauern. Nun soll dieser eine Rüde rund 40 Nutztiere nachweislich gerissen haben. Diese Angabe erstaunt zum jetzigen Zeitpunkt schon etwas. Zudem bestehe die Gefahr, dass er seine "Technik" des Beuteerwerbs an Rudelnitglieder weitergibt. Sollen wir darauf vorbereitet werden, dass das gesamte Rudel  getötet wird, wenn die Aufweichung des Bundesnaturschutzgesetzes im Bundestag durch ist?

Beutegreifer Wolf im Landkreis Cloppenburg (CLP)

Auszug

Ein Deichschäfer aus Löningen (CLP) soll zum 6. Mal unter dem Wolf zu leiden gehabt haben. Der hat trotz Elektrozaun in der Schafherde Beute gesucht und gefunden, was unter den Tieren zu Panik führte. Daraus resultieren die hohen Verluste: sechs gerissene Mutterschafe, 45 tot geborene Lämmer sowie fünf schwer verletzte Tiere, deren Über-leben fraglich ist. Bislang erhielt der Schäfer keine Entschädigung. Eine DNA-Probe wurde eingeschickt. Wolfsberater Heinz Künnen vermutet, dass der Wolf aus einem der Rudel bei Meppen oder Werlte (Emsland) stammt.

Quelle: NWZ 2019-12-10, S. 1 "Wolfsrisse häufen sich" ; S. 9 "Wolfsrisse bedrohen Existenzen"

Fragen dazu:

Hat der Schäfer keine Entschädigung erhalten, weil es zuvor keine Wölfe waren?

Hat er seine Herde nicht ausreichend geschützt? Der Elektrozaun ist 90 cm hoch (nachgemessen an Zaun hier) und damit kein echtes Hindernis für den Wolf oder einige Hunderassen.

Davon ausgehend, dass der Verursacher ein Wolf war - darauf hat sich der Wolfs-beauftragte des Landkreises schon mal festgelegt -, bedarf es in diesem Fall nicht nur der Entschädigung des Schäfers für alle verlorenen Tiere, geborene wie ungeborene, sondern auch der Tötung dieses Wolfes. Nur welcher Wolf war dies?

 

Auszug

Alle DNA-Analysen bundesweit werden nur vom Senckenberg-Institut durchgeführt. Daher dauern die Ergebnisse mehrere Wochen. Zugesichert wurde auch eine Entschädigung des Schäfers, der bislang solche nicht erhielt. Wolfsberater Künnen ist überzeugt, dass nur Wölfe für diese Risse in Frage kommen. Hunde würden nicht gezielt angreifen.

Quelle: NWZ 2019-12-11, S. 10 "Entschädigung für Deichschäfer"

Anmerkungen

Dass nur ein einziges Institut die DNA-Analysen durchführt, geht nicht. Alle haben schnellere Infos verdient. Bundesweit zwei Institute sollten es schon sein. Welche Erfahrung Wolfsbeauftragter Künnen hat, sei dahingestellt, doch auch von ihm ist ein gewisses Maß an Objektivität zu verlangen. So sind Hunde als "Täter" nicht ausgeschlos-sen. Immerhin hat die NWZ am 10.05.2019 auf S. 6 berichtet "Wildernde Hunde reißen Schafe" (s.u.). Auch die schreibende Zunft sollte objektiv berichten, nicht gegen Wölfe hetzen, wie es Fr. Ellen Kranz in ihrem Kommentar tut.

Wolf nahe Lastrup von Auto überfahren

Auszug

Ob der auf der B 213 (Kreis Cloppenburg) überfahrene Wolf - ein junges weibliches Tier - derjenige ist, der für mehr als 20 Schafrisse im Südkreis verantwortlich ist, wird sich mit Hilfe von DNA-Spuren herausstellen.

Quelle: NWZ 2019-11-19, S. 1

Ob die Wölfin auch dem Wolf entspricht, der am 10.11. durch Goldenstedt lief (NWZ 2019-11-11, S. 1), wird sich nicht feststellen lassen. Immerhin wäre es aber möglich.

 

Jagd auf "GW717m" geht weiter

Der bei Dörverden tot aufgefundene Wolf wurde von einem Hund oder anderem Wolf tot gebissen. Verlängerung der Abschussgenehmigung bis 30.Nov.

Quelle: NWZ 2019-11-08, S. 5

 

Wölfe ohne Sender stellen Minister vor Problem

Quelle: NWZ 2019-09-13, S. 6

Auszug

Umweltminister O. Lies (NI) gehen die Pläne des Bundesumweltministeriums nicht weit genug (Künftig dürfen nach Wolfsrissen auch dann Wölfe geschossen werden, wenn nicht klar ist, welches Tier genau zugebissen hat. Ein Abschuss ist so lange möglich, bis es keine weiteren Risse gibt. Das kann auch bedeuten, dass ein ganzes Rudel geschossen wird. Allerdings muss jeder Abschuss vorher von den Landesbehörden genehmigt werden. Künftig sollen "ernste Schäden" für Nutztierhalter als Grundlage für eine Genehmigung ausreichen. [ s.u. "Abschuss von Wolf leichter möglich"] ).

Lies fordert für die Länder Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen - hier leben ausge-prägte Wolfspopulationen - eine differenzierte Betrachtung der Regionen.

Bislang gelang es in NI nicht, auch nur einen einzigen Wolf zu besendern, was die Hatz auf "GW717m" so schwierig macht.

Jagd auf Problemwolf kostet Land schon mehr als 83.000 Euro

Eine GRÜNEN-Anfrage bringt zutage: mehr als 83.000 € für eine erfolglose Jagd auf den Rodewalder Rüden ausgegeben, mehr als die Hälfte davon an einen unbekannten, nicht näher spezifizierten "Dienstleister", zu dem das Umweltministerium keine weiteren Angaben macht. Die Tötungslizemz gilt bis 31.August.

Quelle: NWZ 2019-08-08, S. 6

 

persönliche Meinung: Bei der bislang ausgegebenen Geldsumme und dem Rufver-lust des leider weiterhin tätigen Umweltministers wird die Lizenz bis zum St. Nimmerleins-Tag verlängert. Immerhin hätte man damit mindest 83 evt. geris-sene Rinder ersetzen können, sofern es denn 1.000 € pro vom Wolf getötetem Rind gibt.

Ich frage mich auch, wovon denn das Rudel um den Wolf wohl seit Anfang des Jahres lebt? Von Nutzviehrissen ist nichts zu lesen und die hätte das Ministerium bestimmt sofort bekannt gegeben, um die beabsichtigte Tötung zu untermauern. Wild ist also ausreichend vorhanden.

Denkt man noch weiter um die Ecke, könnte der Verdacht aufkommen, dass bewusst nach einem Vorwand zu einem Wolfsabschuss gesucht wurde. Der Rüde kam gerade zupass, weil er 2-3 schlecht geschützte Rinder gerissen hat.

 

Näheres unter folgendem Link:

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Wolfsjagd-83000-Euro-und-doch-kein-Abschuss,wolf4074.html

Vom Umgang mit dem Wolf in der Slowakei
Interview mit einem Biologen, der das Verhältnis zwischen Mensch und Wolf in der Slowakei beurteilen kann.
Wolf in Slowakei.pdf
PDF-Dokument [147.4 KB]

Breites Verbändebündnis aus Naturschutz und Tierhaltern:

Wolf und Herdenschutz zusammen denken

https://www.nabu.de/news/2019/06/26516.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=190614+NABU-News

Abschuss von Wolf leichter möglich

Gesetzentwurf abgesegnet:

Künftig dürfen nach Wolfsrissen auch dann Wölfe geschossen werden, wenn nicht klar ist, welches Tier genau zugebissen hat. Ein Abschuss ist so lange möglich, bis es keine weiteren Risse gibt. Das kann auch bedeuten, dass ein ganzes Rudel geschossen wird. Allerdings muss jeder Abschuss vorher von den Landesbehörden genehmigt werden.

Künftig sollen "ernste Schäden" für Nutztierhalter als Grundlage für eine Genehmigung ausreichen. Bisher musste der betroffene Tierhalter in seiner Existenz bedroht sein.

Agrarministerin Klöckner konnte sich nicht mit der Forderung nach wolfsfreien Zonen durchsetzen. In diesen wäre auch ohne Anlass ein Abschuss von Wölfen möglich. Umweltministerin Schulze hatte wiederholt darauf hingewiesen, dass dies weder mit deutschen noch mit europäischen und internationalen Artenschutzregeln vereinbar wäre.

Umweltminister Lies (NI): "Es ist sehr positiv, dass der Bund endlich gewillt ist, Änderungen im Bundesnaturschutzgesetz vorzunehmen, um den Bundesländern mehr Rechtssicherheit bei der Entnahme von problematischen Wölfen zu geben."

Er freue sich, dass die Bundesregelung einige zentrale Forderungen aus Niedersachsen umsetze.

Sowohl Umweltverbände als auch Jäger und der Bauernverband haben den Entwurf kritisiert. Der Umweltverband BUND sprach von einem "Angriff auf das Artenschutzrecht". Der BUND-Experte Olaf Bandt fürchtet, dass es künftig möglich sei, "nach Rissen einfach auf Verdacht das ganze ortsansässige Rudel abzuschießen". Zudem könne sich dies auch auf andere seltene Tierarten wie Eisvogel, Kranich und Fischotter auswirken. Um Probleme mit Wölfen zu vermeiden, drängte der BUND vorrangig auf besseren Herdenschutz.

Das in Deutschland ehemals ausgerottete Raubtier breitet sich seit Jahren vor allem in Ost- und Norddeutschland wieder aus. Während der Deutsche Jagdverband von mehr als 1000 Tieren spricht, geht das Bundesumweltministerium von rund 400 Wölfen aus.

 

Quellen: NWZ 2019-05-23, S. 3

https://www.tagesschau.de/inland/wolf-kabinett-101.html   abgerufen am 2019-05-22

Will Landesregierung die Wiederausrottung des Wolfes?
Illegale Wolfsabschüsse werden verurteilt; die Landesregierung will den Abschuss von Wölfen erleichtern
NABU NI PM 2019-05-22 wolf weg leichter.[...]
PDF-Dokument [141.9 KB]

Wolf nahe Celle illegal erschossen   (NWZ 2019-05-22, S. 1)

Im Kreis Celle in der Nähe von Hermannsburg ist am Montag ein Wolf von einer unbekannten Person illegal erschossen worden. Das tote Tier sei von Passanten gefunden worden. Die Polizei habe Ermittlungen aufgenommen, sagte Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen, am Dienstag.

Außerdem wurde bei einem Verkehrsunfall im emsländischen Sögel ein Wolf getötet. Das Tier habe Dienstagfrüh die Straße überquert und sei dabei von einem Pkw erfasst worden, teilte die Polizei mit.

 

Wildernde Hunde töten Schafe    (NWZ 2019-05-10, S. 6) 

Zwei seit Dienstag (07.) vermisste Huskies haben eine Schafherde im Landkreis Nienburg attackiert. Ein Dutzend Schafe wurde getötet oder so schwer verletzt, dass sie getötet werden mussten. Die beiden Hunde wurden zur Beendigung der Angriffe auf die Schafe von einem Jäger erschossen.

Für mich schwer vorstellbar, dass das reinrassige Huskies waren.

 

Bauern wollen mehr Schutz vor Wölfen

Bauern und Schäfer übergaben in Hamburg an die Umweltminister von MV, NI, SH und HH ein Positionspapier. Forderung des Hamburger (!1) Bauernverbands: "Wir brauchen eine wirkliche Regulierung der Wolfszahlen." Der Förderverein (!2) der Deutschen Schafhaltung beklagt "die rasante Ausbreitung von Wölfen und die immensen Schäden, die damit einhergehen."

(1) Auf Hamburger Gebiet sind sicher viele Wölfe zu erwarten, weil dort ein "optimales" Habitat für die Art vorhanden ist.

(2) Wie kann man von immensen Schäden sprechen? Schadenausgleichszahlungen liegen noch nicht im 7stelligen Bereich.

Experten kritisieren Wolfs-Abschuss    (NWZ 2019-04-30, S.6)

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Rodewalder-Wolf-Kritik-an-Abschussplan-erneuert,wolf3974.html

Klammheimlich wurde eine erneute Verlängerung des Abschusses von "GW717m" durch den Umweltminister genehmigt.

Der NWZ ist das immerhin noch einspaltig 16 Zeilen wert.

So habe ich dies überhaupt erst erfahren.

Auszug

Ein Wolfsexperte aus dem Wolfscenter Dörverden kritisiert die erneute Verlängerung der Abschussgenehmigung für den Leitrüden "GW717m" des Rodewalder Rudels. Er fragt sich, wieso ein Umweltminister in der Zeit der Welpenaufzucht, an der der Wolfsvater auch beteiligt ist, einen Abschuss genehmigt. Der Experte plädiert für einen Ausbau des Herdenschutzes.

Weniger Angriffe der Wölfe auf Nutztiere (NWZ 2019-03-30, S.5)

Auszug aus dem Artikel

Deutlicher Rückgang der Zahl der nachgewiesenen Nutztierrisse durch Wölfe von 2017 (428) zu 2018 (327); dabei wurden in 302 Fällen Schafe und wenige Ziegen, 15 Rinder, ein Pferd und neun Stück Gatterwild Beute der Wölfe, so der Niedersächsische Land-volkverband. Der Schafbestand in Niedersachsen in 2018 betrug 233.685 Tiere, wovon 0,13% von Wölfen gerissen wurden. "Je nach Rasse und Jahr haben wir jährliche Lämmerverluste von jeweils fünf bis zehn Prozent infolge von Schwergeburten, Totgeburten, lebensschwachen Lämmern usw.", so der Referent für Tier-zucht und Tierhaltung beim Niedersächsischen Landvolk.

Wegen der Angriffe auf Nutztiere fordern das Landvolk und einzelne Tierhalterverbände den Abschuss von auffälligen Wölfen und auch ganzer Wolfsrudel sowie die Einrichtung sogenannter "wolfsfreier Zonen".

Der "böse" Wolf

Die Frist zur "Entnahme" des Leitrüden des Rodewalder Wolfsrudels wurde bis zum 31.03. um 23:59 Uhr verlängert. Der letztinstanzliche Beschluss des OVG, dass es keine Alternative zur Tötung des Tieres gebe, hat weiter Gültigkeit.

Das niedersächsische Umweltministerium spricht aber offiziell nicht mehr von Abschuss, sondern von Tötung. Dies könnte ein Indiz sein, dass der Rüde zunächst betäubt und erst dann per Spritze getötet wird, wenn die Identität sicher geklärt ist.

Quelle: Nordwest Zeitung 2019-03-01, S. 6

 

Eine sichere Identifizierung des o.g. Rüden kann nur über einen DNS-Abgleich (gene-tisch) erfolgen.  Die Aussage von Umweltminister Lies "Der Wolf hat optische und altersspezifische Merkmale, mit denen wir ihn identifizieren können." (NWZ 2019-03-08, S. 6) bietet keine gesicherte Identifizierung.

Nach meinem Kenntnisstand dauert der genetische Abgleich aber sehr viel länger als eine Betäubung wirkt. Also wird er in einem Käfig aufwachen müssen. Ist er es nicht, muss erneut eine Betäubung erfolgen, um das Tier frei zu lassen. Das Freilassen wird nach meiner Einschätzung nicht geschehen, denn was für ein Aufschrei der Viehhalter und der Anti-Wolf-Bevölkerung wird die Folge sein.

Oder hat schon mal jemand einen Politiker erlebt, der nicht unbedingt an der Macht bleiben möchte und daher stets auf Wählerstimmen schielt? Ist doch auffällig, dass der Technokrat O. Lies, seit er Umweltminister ist, einen Bart trägt. Tragen alle sich pro Natur Einsetzenden einen Bart?

OVG: Abschuss des Wolfs ist rechtens

Quelle: Nordwest Zeitung 2019-02-23 S. 5

 

Gnadenfrist für Wolf verlängert

19.02. Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts (VG) beim OVG

Quelle: Nordwest Zeitung 2019-02-22, S. 6

 

Wolfs-Abschuss genehmigt

Die Justiz, das VG in OL, hat den Leitrüden des Rodewalder Rudels zum Abschuss freigegeben. "Das NLWKN hat überzeugend dargelegt, dass die strengen Voraus-setzungen für eine rechtmäßige Abschussgenehmigung vorliegen." (Zitat) Dem Leitrüden des Rudels im Landkreis Nienburg konnten nach Angaben des Ministeriums (für Umweltschutz, d. Verf.) mehr als 40 Risse von Nutztieren genetisch nachgewiesen werden, darunter bis zu drei Ponys, ein Alpaka und bis zu zehn Rinder.

Quelle: Nordwest Zeitung 2019-02-16  S.1

 

Ein Abschuss ist unter diesen Umständen wohl gerechtfertigt. Den Wahrheitsgehalt wird das VG geprüft haben.

Mir stellen sich zumindest zwei Fragen:

1. Wird der frei gegebene Wolf zweifelsfrei erkannt? Er trägt keinen Sender; seine amtliche Bezeichnung "GW717m" und auch sein Spitzname "Roddy" sind nicht ablesbar.

2. Wer wird den finalen Schuss abgeben, ein Jäger oder ein Sniper der Polizei?

 

Über das Aufspüren des Tieres/Rudels mache ich mir keine Gedanken. Der Standort ist sicher bekannt. Man möge sich an den Bär Bruno in Bayern erinnern. Über zwei Wochen laufen Finnen mit ihren Bärenhunden durch die Berge und keine Spur. Dann wird der Bär am Tag X zum Abschuss frei gegeben und am Tag Y geschossen. Die Bayern haben genau gewusst, wo der Bär steckt. Die Finnen sollten ihn doch gar nicht finden, denn dann wäre er ja nur betäubt worden, wäre am Leben geblieben. Er sollte aber geschossen werden und ein Bär in Bayern muss doch von einem Bayern geschossen werden!

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Aktualisiert am:

16.04.2021

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