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besondere Naturbeobachtungen

Dem Betreiber dieser Webseite können besondere / außergewöhnliche Natur-beobachtungen mit den Angaben Datum, Ort und Namen gemeldet werden. Er behält sich vor, eine Beurteilung vorzunehmen. Sollte diese positiv sein, erfolgt die Veröffentlichung mit den o.g. Angaben. Soll eine Namensnennung entfallen, ist dies anzugeben. Ein Foto wäre zur Veranschaulichung gut.

Am 07.04.19 wurde dieser Käfer am National-parkhaus in Minsen entdeckt. Es handelt sich um einen Schwarzblauer Ölkäfer, auch "Maiwurm" genannt (Meloe proscarabaeus).

Foto: Rosi Prueter

Ihren Namen tragen diese flugunfähigen Käfer, weil sie bei Bedrohung eine giftige gelbe Abwehr-flüssigkeit aus ihren Beingelenken austreten lassen, die wie Öl aussieht.

Interessant ist die Entwicklung der Käfer: Aus den Eiern schlüpfen Larven, die als sogenannte „Dreiklauer“ auf Blüten sitzen und auf Hautflügler, nämlich solitäre Bienen, warten, um sich an diese anzuklammern und in deren Bau transportieren zu lassen. Hier parasitieren sie an der Bienenbrut.

Der Schwarzblaue Ölkäfer bevorzugt als Lebensraum sandige offene Stellen und ist auch im niedersächsischen Küstenraum anzutreffen. Auf der Roten Liste Deutschland gilt die Art als gefährdet.

Weitere Beobachtungen liegen vom Ende der 2. Aprildekade (am Wangersiel) und von Anfang Mai (binnendeichs von Schillig bis zur Deichschäferei) vor.

Zugeflogen!

Während der Wasservogelzählung am 17.09.2018 bei Crildumersiel suchte sich dieses größere Insekt zunächst Astrid als Zwischenlandeplatz aus. Zunächst war es wichtig, Beweisfotos zu schießen, weil man ja nicht weiß, wie lange es zu bleiben geruht. Doch sah es unsere Gruppe nicht als Bedrohung für sein Leben an, wie die Fotos zeigen.

Großes Heupferd (Tettigonia viridissima)

Großes Heupferd; Ordnung Langfühler-schrecken, Familie Singschrecken,

L 28-42 mm, von Juli - Oktober auf Wiesen, Feldern, in Wäldern und Sied-lungen vorkommend; Nahrung besteht hauptsächlich aus  anderen Insekten, doch es frisst auch Pflanzen

Hornisse (Vespa crabro) - Ordnung: Hautflügler; Familie: soziale Faltenwespen

Größte in Mitteleuropa vorkommende Falten-wespe, die ihr Nest meist in Höhlungen, z.B. Bäume, Nistkästen o.ä. baut. Gegen Angriffe, seien sie ungewollt oder gewollt, wird es verteidigt.

Das Nest wurde in einen hohlen Baumstumpf gebaut, der Eingang wird immer von mind. einem Individuum bewacht.

Ankommende Hornissen werden von dem/n Wächter/n geprüft, ob sie zum Volk gehören.  Durch Duftstoffe, die mit den Fühlern aufge-nommen werden, wird die Zugehörigkeit zum Volk erkennbar ("Stallgeruch").

Arbeiterin: 18-24 mm

Drohne:    21-28 mm

Königin:     25-35 mm

Den Ansatz für das Nest baut die Königin aus morschem Holz, welches mit den Mundwerk-zeugen abgeraspelt wird. Mit Speichel ver-mengt werden daraus die Brutzellen. Diese haben einen anderen Aufbau als bei der Honigbiene. Je nach Platzangebot kann ein frei hängendes Nest bis zu 60 cm Höhe und 30 cm Durchmesser erreichen. Im Septem-ber/Oktober geht der gesamte Staat mit max. unter 1000 Individuen zugrunde. Ausnahme: befruchtete junge Königinnen     Foto: VKP, 06.09.2009, Hoo

Nachdem die jungen Kohlmeisen ausgeflogen waren, besetzten Hornissen den Kasten.

Diese zur Familie Soziale Faltenwespen gehörende Art ist nach Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Es geht von ihr bei richtigem Verhalten so gut wie keine Gefahr aus.

Angriffslustiger sind die häufigeren Arten Gemeine und Deutsche Wespe (Vespula vulgaris u. V. ger-manica). Sie tauchen auch an der Kaffeetafel auf.

Foto: Hans-Günter Post, 21.07.2018, Tettens

Limax maximus / Tigerschnegel

aus der Überfamilie Schnegel

ursprüngliche Heimat vermutlich SW-Europa;

als Kulturfolger über fast ganz Europa verbreitet;

seltener zu sehen als die Arten unten

 

Foto: Hans Uhlmann, 25.06.2018, Hoo

Arion ater / Schwarze     und       Arion lusitanicus / Spanische Wegschnecke

Überfamilie Wegschnecken; A. ater einheimische Art, Rote Liste '98: Kat. V

A. lusitanicus über fast ganz Europa verbreitet, einzig wirklich schädliche Art

Fotos: V.K.Prueter, 26.07.2009, W'land

Eintagsfliegen-Art am W'meer, tritt bei optimalem Wetter in sehr großer Zahl auf; nicht alles, was uns umschwirrt, sind also evt. stechende Mücken! Eintagsfliegen bilden eine eigene Ordnung in der Klasse der Insekten.

Alle Insekten bilden die Grundlage für die Ernährung einer ganzen Reihe von Vogelarten.

Zunehmend sind auch Libellen zu beobachten.

Im Wiedel, an der "Grenze"  zwischen Jever und dem Wangerland, konnte Matthias Stauss eine ungewöhnliche Beobachtung machen. Am 23.02.18 fing ein Mäusebussard einen Frosch und flog damit auf den Ansitz, wo er das bis dahin lebende Tier kröpfte. Mäusebussarde fressen natürlich nicht nur Mäuse, sondern auch anderes Tierisches. Auch Aas wird nicht verschmäht. Dies Beispiel zeigt aber den Mangel an ihrer Haupt-beute, den Mäusen. Ein bei 3°-4° aktiver Frosch - Amphibien gehören zu den wechsel-warmen Tieren - ist nicht so erstaunlich. Bei diesen niedrigen Temperaturen sollen  Moorfrösche schon aktiv werden.

Foto/(C) AP

29.08.2017 EAG bei Minsen

Wespenspinne (Tiger-, Zebraspinne) aus der Familie der Echten Radnetzspinnen, bis vor ca. 50 J. vor allem im südlichen Europa verbreitet ist die Art heute in fast allen europäischen Ländern zu finden; bevorzugt werden sonnige, offene Standorte mit niedriger bis halbhoher Vegetation auf trockenem wie feuchtem Untergrund, z. B. Trockenrasen, lückig bewachsenes Ödland und Feuchtwiesen; M 6 mm, W bis 25 mm Länge

Aktualisiert am:

21.08.2019

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